Mit Abschied von Lattner

Premiere des Ultimate-Hockey-Turniers in Innsbruck machte Lust auf mehr

Die HCI-Fans entfachten noch einmal ein Eishockey-Feuer.
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Auch der Sport soll ja immer trendiger werden. Die Ultimate-Hockey-Premiere in Innsbruck punktete im schnellen 3-gegen-3-Format mit vielen Toren und flottem Sound.

Der Höhepunkt beim groß aufgezogenen Ultimate-Hockey-Turnier in Innsbruck war sicher beim Auftritt der Haie beim Showspiel gegen Legenden am Samstagabend zu finden. Denn da entfachten die HCI-Fans noch einmal ein Eishockey-Feuer für Jan Lattner und Co. und sorgten bei gut gefüllten Rängen für eine Kulisse, die sich die Veranstalter vermutlich über alle drei Tage erhofft hatten.

Das Eis auf der verkleinerten Spielfläche (40x20 Meter) hielt dem Sommerwetter über weite Strecken gut stand, am Sonntag musste aufgrund von einsetzendem Föhn und zu viel Wasser die Semifinal-Partie zwischen Ungarn und den Niederlanden unterbrochen werden. Die Ungarn um Fehervar-Goalietalent und Jugend-Olympiasieger Levante Hedegüs machten den Einzug ins Finale gegen Großbritannien (4:3-Halbfinal-Sieger gegen Estland) mit einem 11:2-Kantersieg perfekt.

Das wenig prominent besetzte österreichische Team musste sich schon zuvor im Match um Platz fünf dem großen Nachbarn aus Deutschland mit 1:7 beugen. „Es ist cool, wenn man so ein schnelles und neues Format von Anfang an mitmachen kann“, merkte der deutsche DEL-Crack Moritz Wirth (Augsburg) an. Das 3-gegen-3 soll in den kommenden Jahren ja auch mit einer Profiliga etabliert und 2034 olympisch werden. Das ständige Hin und Her vom einen Tor zum anderen mit unzähligen Abschlussaktionen, garniert mit lautem Sound aus den Boxen und Showelementen, punktete bei den Fans.

Die Haie-Fans feierten am Außenring der Olympiaworld noch einmal den scheidenden Kapitän Jan Lattner (l.), der Steffen Tölzer beim Legendenspiel zum Foxtanz bat.
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„Es ist ungewohnt, aber war lustig“, befand HCI-Stürmer Lukas Bär zu den Regeln, in denen ein Foul oder unerlaubter Weitschuss zu einem Penalty führen. Nach einem Treffer wird sofort weitergespielt. Unterstützung erfährt das Format auch vom rot-weiß-roten Salzburger Dosenimperium.

In Sachen Publikum blieb bei der Premiere natürlich noch (viel) Luft nach oben.
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