Nassschnee sorgt am Mittwoch in Tirol für teils erhebliche Lawinengefahr
Entgegen ersten Prognosen wird am Mittwoch „nur“ Stufe drei der fünfteiligen Lawinenwarnstufen-Skala erreicht. Die Gefahr steigt im Tagesverlauf.
Innsbruck – Nach einem trüb-nassen Dienstag wird das Wetter in Tirol am Mittwoch wieder freundlicher. Bei Unternehmungen am Berg ist jedoch Vorsicht geboten: Durch die Durchnässung des Schnees ist die Lawinengefahr hoch.
Das Land gab für Mittwoch für Teile Tirols – vom Arlberg bis in die Tuxer Alpen – am Dienstag die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier auf der fünfteiligen Skala aus. Mittwochfrüh korrigierte man von Stufe vier auf Stufe drei. „Grund dafür ist die in den Nachtstunden besser als erwartete Abstrahlung der Schneedecke, die zu einer stärkeren Abkühlung und Verfestigung der Schneeoberfläche geführt hat“, wird in einer Aussendung erklärt. Die Lawinensituation bleibe weiterhin ungünstig. Im Tagesverlauf sei nach wie vor mit spontanen Lawinenabgängen zu rechnen.
Die größte Gefahr gehe vom Nassschnee aus, erklärte Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst des Landes: „Das eindringende Wasser führt zur Schwächung der grobkörnigen Schwachschichten aus dem Frühwinter.“ Mit der Durchnässung nehme die Anzahl der Gefahrenstellen im Tagesverlauf zu. Am Nachmittag seien „zahlreiche nasse Schneebrettlawinen zu erwarten“, die auch groß werden könnten – auch im „häufig befahrenen Variantengelände“, wurden insbesondere Skifahrer:innen angesprochen.
Besondere Vorsicht sei an sehr steilen Schattenhängen zwischen 2200 und 2600 Metern Seehöhe geboten. Der Lawinenwarndienst riet, Steilgelände mit über 30 Grad Steigung zu meiden. (TT.com)