Auf Lokalaugenschein

Mattle in Imst: Leerstand bietet Chancen für Tirol

Landeshauptmann Anton Mattle (2.v.r.) wurde über das Leerstandsmanagement im Bezirk Imst informiert.
© Regio Imst

Landeshauptmann Anton Mattle informierte sich in Imst über das lokale Leerstandsmanagement. Bei seinem Besuch hob er die Chancen ungenutzter Immobilien hervor. Er besichtigte erfolgreich revitalisierte Objekte und diskutierte mit Experten über weitere Strategien.

Imst – Landeshauptmann Anton Mattle besuchte die Bezirkshauptstadt Imst. Er machte sich ein Bild von der Arbeit des dortigen Leerstandsmanagements. Dieses Projekt zielt darauf ab, ungenutzte Räumlichkeiten wiederzubeleben. Dabei stehen die positiven Aspekte solcher Revitalisierungen im Vordergrund.

Das Leerstandsmanagement Imst bietet seit Oktober 2024 kostenlose Beratung an. Architekt Werner Burtscher unterstützt Eigentümer von leerstehenden Gebäuden. Der Bezirk Imst ist eine von sieben Regionen in Tirol mit diesem Angebot. Zehn Jahre Erfahrung aus Landeck fließen in die Arbeit ein. Die Regionen Imst, Landeck, Innsbruck-Land, Kitzbüheler Alpen, Lienz, Reutte und Schwaz kooperieren intensiv. Sie tauschen Erfahrungen aus und arbeiten eng zusammen. Tirolweite Aktionstage rücken das Thema Leerstand in den Mittelpunkt. Ausstellungen zeigen Erfolgsbeispiele, und Experten geben Impulse.

550 Einheiten in 300 Objekten „wiederbelebt“

Tirol unterstützt die Reaktivierung ungenutzter Räume auch finanziell. So wurden bereits rund 550 Nutzungseinheiten in 300 Gebäuden wiederbelebt. Dies schuf neuen Wohnraum, Gewerbeflächen und Amtsräume. Stefan Schöpf von der Landesabteilung Dorferneuerung sieht darin Potenzial: „Man muss Leerstand nicht nur negativ sehen, sondern kann ihn auch als Baulandreserve der Zukunft betrachten. Zukünftig wird es auch immer schwieriger, auf der grünen Wiese zu bauen.“ Ein Beispiel für gelungene Revitalisierung ist das alte Postmeisterhaus in Mils. Dort ist heute das Gemeindeamt untergebracht. Dies berichtete Bürgermeister Bernhard Schöpf von Mils.

Anerkennung für Decorona-Projekt

Landeshauptmann Mattle zeigte sich beeindruckt von den positiven Beispielen. Auch das Imster Innenstadtprojekt Decorona fand seine Anerkennung. Mattle erklärte dazu: „Es gibt Leerstand aus spekulativen Gründen, aber auch deshalb, weil viele Menschen sich nicht trauen in Leerstand zu investieren. Best-practice-Beispiele können dabei helfen, Wege aufzuzeigen und nicht nur Probleme.“ Er schlug vor, ungenutzte gewerbliche Flächen in Stadtzentren für Dienstleister zu nutzen. Nach dem Pop-up-Store „Leerstand beheben“ besuchte Mattle ein revitalisiertes Büro. Dort ist heute die Bezirksstelle der ÖVP untergebracht.

Der Pop-up-Store „Leerstand beheben“ in der Kramergasse zeigt die Ausstellung weiterhin. Er ist an den kommenden Freitagen, 17. und 24. April, von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Architekt Werner Burtscher und sein Projektteam beraten Interessierte. Jeweils um 17 Uhr findet ein Impulsvortrag statt.

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Alexander Paschinger

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