Notrufe wegen massiver Rauchwolke über Absamer Kaserne: Militär gibt Entwarnung
Eine dicke Rauchsäule in der Nähe der Andreas-Hofer-Kaserne in Absam sorgte für mehrere Notrufe bei der Leitstelle Tirol. Diese sowie das Militärkommando Tirol, geben aber rasch Entwarnung. Eine gezielte „Vernichtung von Munition“ sei die Ursache.
Absam – Eine weithin sichtbare Rauchwolke am Freitag in der Nähe der Andreas-Hofer-Kaserne in Absam hatte mehrere besorgte Augenzeugen dazu veranlasst, den Vorfall bei der Leitstelle Tirol zu melden. „Gegen 8 Uhr sind mehrere Notrufe bei uns eingegangen“, bestätigte der Schichtleiter der Leitstelle auf Anfrage der TT. Er konnte jedoch rasch Entwarnung geben. Es handle sich bei der Rauchentwicklung um keinen Waldbrand, sondern um eine „gemeldete Munitionsvernichtung des Bundesheers.“ Die Meldung sei bereits im Vorfeld im System als „Zweckfeuer“ eingespeichert worden.
Das bestätigt auch Christoph Seidner, Presseprecher vom Militärkommando Tirol. „Tatsächlich wird derzeit ein Teil der gelagerten Munition vernichtet.“ Allerdings nicht auf dem Gelände der Kaserne, sondern im Munitionslager in der Nähe. Das sei nicht weiter ungewöhnlich und werde regelmäßig gemacht, denn auch bei Munition gebe es ein Ablaufdatum, so Seidner.
„Kurz vor dem Ablauf darf die betroffene Munition nicht mehr genutzt werden. Dann wird sie fachgerecht vernichtet, um die Lager freizuräumen für neues Material.“
Vorgegangen werde dabei auf unterschiedliche Arten. „Wenn sie noch gut ist, wird sie verschossen, ansonsten verbrannt oder notfalls gesprengt“, erklärt Seidner. Der Rauchsäule nach zu urteilen werde das abgelaufene Munitionsmaterial der Andreas-Hofer-Kaserne verbrannt. Was genau derzeit vernichtet werde, sei ihm aber nicht bekannt.
Für die Bevölkerung bestehe aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung, betont Seidner. „Es ist gängige Praxis, auch die Feuerwehr ist vor Ort.“ (TT.com)