Auftakt zum Cycling Cup Tirol

Rauf auf die Hungerburg: Ein 95 Jahre alter Klassiker leitet Rad-Festspiele ein

Ein Bild aus dem Jahr 2007: Der Zillertaler Harald Totschnig (vorne) auf dem Weg zum bis heute gültigen Streckenrekord (7:59 Minuten). Auch Bruder Georg bestritt hier seinerzeit sein erstes Radrennen.
© TT

Tiroler Cycling Cup mit Klassikern in Innsbruck und Söll, ab Montag die Tour of the Alps für Profis: Rennradfans kommen auf ihre Rechnung.

Der organisierte Radrennsport in Tirol mit seinen 64 Vereinen und 6500 Mitgliedern erfreut sich ungebrochenen Zulaufs, doch auch die freie Szene erlebt im Zuge des herrschenden Booms einen Aufschwung.

Festmachen lässt sich das an den Teilnehmerzahlen beim Hungerburg Classic am Samstag (Start 14 Uhr) von der Höttinger Kirche an den Fuß der Nordkette: „Nicht weniger als 70 der 220 Starter sind unlizenziert und bereichern die Hobby-Klasse“, erzählt Harald Berger. Der neue Obmann der Innsbrucker Schwalben, selbst langjähriger Profi, begrüßt das.

Schließlich handelt es sich bei dem von seinem Verein ausgerichteten Klassiker nicht um irgendein Rennen. Es gilt als ältestes noch stattfindendes Radrennen des Landes und soll seit 1931 durchgeführt worden sein. Rekordhalter: seit 2007 der Zillertaler Harald Totschnig und der Kramsacher Thomas Rohregger, die für die 3,5 km und 400 Höhenmeter jeweils 7:59 Minuten brauchten.

Das Hungerburg Classic – Auftakt zur zehnteiligen Serie des Cycling Cup Tirol 2026, der ebenfalls mit viel Tradition behaftet ist. Seit 51 Jahren engagiert sich der Tiroler Radsportverband mit der TT – früher hieß der Kampf um Punkte „TT-Radcup“ – für junge Talente. Die können sich nicht nur am Samstag auf der Hungerburg, sondern auch am Sonntag in Söll beim Feuchtner-Gedenkrennen des RC Wörgl beweisen (Altersklassen U13 bis U19).

Der Anknüpfungspunkt zwischen den Regionalrennen und dem Profirennen Tour of the Alps, das am Montag in Innsbruck eröffnet wird und nach Italien führt: Felix Engelhardt. Der 25-jährige Deutsche wechselte 2023 vom Tirol Cycling Team zum australischen WorldTour-Team Jayco AlUla (Teamkollege des Münsterers Patrick Gamper). Für die 49. Ausgabe des Fünf-Etappen-Rennens holt sich der U23-Europameister den Feinschliff auf der Hungerburg. Ab Montag warten dann 760 Kilometer und 14.620 Höhenmeter auf ihn ...

Tiroler Radsport-Wochenende

Hungerburg Classic: Innsbruck, Höttinger Kirche – Hungerburg (3,5 km, 400 Hm); Start: 14 Uhr (Klassen: unlizenziert/Touristik, Amateure, Elite, U23, Junioren, U17, U15, U13).

Ernst-Feuchtner-Gedenkrennen: Söll (Start/Ziel beim Hotel Hochfilzer). Start: 10 Uhr (alle Klassen ab U13).

Beide Rennen sind Teil des Cycling Cup Tirol!

Tour of the Alps (Fünf-Etappen-Rennen/ab Montag)

1. Etappe: Innsbruck – Innsbruck (144,3 km). Offizieller Start um 11.55 Uhr, Völser Straße. Ziel: 15.15 Uhr, Rennweg. Zwischensprint: Flaurling (km 20), Kematen (km 90), Axams (Bonussprint, km 122). Bergwertung: Mieminger Plateau (3. cat., km 56); Götzens (2. cat., km 100). Dienstag, 21. April/2. Etappe: Telfs – Martell (147,5 km). Offizieller Start (km 0): 11.35 Uhr, Tiroler Straße B171. Ziel: 15.15 Uhr, Martell/Erdbeerwelt, Trattla. Zwischensprint: Arzl/P. (km 27), Tösens (km 62), Goldrain (Bonussprint, km 139). Berg: Piller Höhe (1. cat., km 42), Reschenpass (3. cat., km 88).