35. Titel für Rekordmeister

4:2-Erfolg gegen Stuttgart: FC Bayern München ist vorzeitig deutscher Meister

Der FC Bayern München bejubelte beim 4:2-Sieg gegen Stuttgart den 35. Meistertitel.
© KARL-JOSEF HILDENBRAND

Am 30. Spieltag steht der FC Bayern München als neuer deutscher Fußball-Meister fest. Der Erfolg gegen Stuttgart war die Draufgabe.

München ‒ Mit einer Tore-Party hat der FC Bayern vorzeitig seine 35. Meisterschaft perfekt gemacht. Nach dem Verletzungsschock um Serge Gnabry nutzten die Münchner die Steilvorlage des längst abgehängten Verfolgers Borussia Dortmund und erfüllten schon am 30. Spieltag beim 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart Teil eins ihrer Triple-Mission.

Nach einer klitzekleinen Systemstörung in der ersten Hälfte bescherten die auf gleich acht Positionen durchrotierten Münchner um Jamal Musiala ihrem Trainer Vincent Kompany den 50. Sieg in dessen 64. Bundesligaspiel mit dem FC Bayern.

Neuer nun Rekordmeister beim Rekordmeister

Drei Tage vor dem Halbfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen konnte der Belgier Stars wie Harry Kane, der erst zur Pause kam und dann gleich wieder traf, eine verdiente Pause gewähren. Torwart Manuel Neuer erlebte seine 13. Meisterschaft, womit er mit Rekordmeister Thomas Müller gleichzog, komplett von der Bank aus. Wenige Minuten vor dem Abpfiff brachten Bayern-Angestellte in braunen Tüten Meister-Shirts in den Innenraum.

Ein Wermutstropfen bei dem Jubel ist die schwere Adduktorenverletzung von Gnabry, die sich der Nationalspieler im Abschlusstraining zugezogen hatte. Er fällt "für längere Zeit" aus. Nur wie lange genau? Für den Offensivspieler dürften die Highlights Ende des Monats gegen Paris Saint-Germain im Halbfinale der Königsklasse gelaufen sein. Wird der 30-Jährige überhaupt zur Fußball-WM im Sommer wieder fit?

Raphaël Guerreiro (31. Minute), Kanes Ersatzmann Nicolas Jackson (33.) und Alphonso Davies (37.) drehten schon in den ersten 45 Minuten den Rückstand durch Chris Führich (21.). Vor 75.000 Zuschauern schraubte dann der eingewechselte Kane (52.) den Torrekord des deutschen Rekordmeisters auf sagenhafte 109. Chema (88.) traf für Stuttgart kurz vor Schluss noch zum Endstand. (dpa)