Inzinger Ringer greifen bei der EM an: „Alles ist möglich“
Die WM im Herbst ließ Tirols Ringer-Stolz Martina Kuenz aus. Eine bewusste Verschnaufpause, „weil ich mit meinem Körper viel Schindluder betrieben habe“, wie sie selbst nach mehreren schweren Knieverletzungen sagt. Und das hätte sich ausgezahlt: „Seit meiner letzten großen Verletzung vertrage ich die harte Trainingsbelastung wieder.“
Ab Mittwoch sollen die Gegnerinnen bei der EM in Tirana spüren, dass die 31-Jährige nach einem Jahr zurück auf der Matte ist. Und zwar mit einem Lächeln: „Erfolg hat keine Garantie, aber Spaß ist garantiert.“
Und angesichts der Erfolgsbilanz (1 x WM-Bronze, 2 x EM-Bronze/zuletzt 2025, 2 x EM-Silber) zählt die Ringerin vom RSC Inzing in der Gewichtsklasse bis 76 kg gleich wieder zum engen Kreis der Medaillenanwärterinnen: „Die Vorbereitung verlief vielversprechend: Wir sind uns einig, dass alles möglich ist. Und es ist auch kein Geheimnis, dass ich mit der Goldenen liebäugle, um die Medaillensammlung zu komplettieren.“ Weiter – Stichwort Olympia 2028 – möchte die Zirlerin vorerst nicht denken: „Ich schaue von Großereignis zu Großereignis.“
Gastl musste absagen
Daniel Gastl musste wegen einer Sprunggelenksverletzung kurzfristig absagen. Die Augen sind im griechisch-römischen Stil bereits ab heute auf seinen Inzinger Vereinskollegen Aker Schmid (bis 67 kg) gerichtet, der zuletzt mit seinem ersten Weltcupsieg aufgezeigt hatte: „Ich bin gut dabei.“
Ab Freitag steht Freistil-Ass Benjamin Greil im Einsatz. Der 25-Jährige ringt bei einem Großereignis erstmals in der neuen Gewichtsklasse (97 kg) „Da möchte ich hineinwachsen. Die EM ist auch mit Weltmeistern gut besetzt. Die Top 10 müssen das Ziel sein.“