Royals Down Under: Auf ein Selfie mit Harry und Meghan
Acht Jahre nach ihrer großen Royal-Tour sind Prinz Harry und Herzogin Meghan nach Australien zurückgekehrt – diesmal nicht als arbeitende Royals, sondern auf einer privaten Reise. Die Fotografin Tiffany Garvie begleitete das Paar auf einen Kulturtermin und packt nun auf Facebook aus.
Als Harry und Meghan im April wieder australischen Boden betraten, war sofort auch die Erinnerung an 2018 da: an jene Reise, als sie noch als strahlendes Royal-Paar durchs Land tourten. Acht Jahre später ist vieles anders. Der Besuch war kürzer, leiser, privat finanziert – und wurde doch genau beobachtet. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam nun, was eine Fotografin über das Paar erzählt, die Harry und Meghan aus nächster Nähe erlebt hat.
Vier Tage lang waren der Duke und die Duchess of Sussex in Australien unterwegs, zum ersten Mal seit ihrem offiziellen Besuch im Jahr 2018. Stationen waren Melbourne, Canberra und Sydney. Auf dem Programm standen Termine rund um mentale Gesundheit, Veteranenarbeit, Begegnungen mit Communities und Besuche bei sozialen Einrichtungen.
Schon zum Auftakt zeigte sich, worauf diese Reise hinauswollte: weniger Krone, mehr Menschen. Harry und Meghan besuchten in Melbourne unter anderem das Royal Children’s Hospital, Meghan engagierte sich bei einem Frauenhaus, später sprach das Paar bei einem Termin mit der Organisation Batyr über psychische Gesundheit und den Umgang mit sozialen Medien. Harry lobte dabei Australiens strenge Linie bei Social Media für Jugendliche, Meghan sprach offen über jahrelangen Hass im Netz gegen sie.
Geschichte und Gegenwart der First Nation
Ein besonders gut beobachteter Termin führte die beiden dann zum Koorie Heritage Trust in Melbourne. Dort nahmen Harry und Meghan an einem kulturellen Rundgang am Yarra River teil, bei dem es um die Geschichte und die lebendige Gegenwart der First Peoples ging, VertreterInnen der Aboriginal und Torres Strait Islander peoples. Auch auf der Sussex-Website wurde dieser Besuch später als Moment des Zuhörens und Lernens beschrieben – als Begegnung mit einer Kultur, deren Verbindung zum Land über viele Jahrtausende reicht.
Begleitet wurde dieser Termin von der Fotografin Tiffany Garvie. In einem öffentlichen Posting auf Facebook schildert sie Harry und Meghan nicht distanziert oder kritisch, sondern auffallend warm. Sie beschreibt die beiden als liebevoll und „so so nahbar“. Besonders beeindruckt habe sie, dass beide für Fotos mit Menschen aus der Öffentlichkeit offen gewesen seien, sich Zeit für Kinder genommen und mehrere First-Nations-Mitglieder bereits mit Namen gekannt hätten. Auch die herzlichen Begrüßungen seien ihr aufgefallen.
Ganz ohne Debatte verlief die Reise trotzdem nicht. In Australien wurde auch diesmal darüber diskutiert, welche Rolle Harry und Meghan inzwischen eigentlich einnehmen: ehemalige arbeitende Royals, prominente Aktivisten, globale Marke – oder alles zugleich. AP und Reuters berichten von Kritik an Sicherheitskosten und daran, dass sich karitative und öffentliche Termine mit privaten oder kommerziellen Auftritten mischten.
Abseits des Protokolls
Auf der letzten Station in Sydney traf das Paar unter anderem Überlebende des Bondi-Beach-Anschlags und Ersthelfer. Gerade dieser Spagat zwischen öffentlicher Erwartung, royaler Vergangenheit und neuer Selbstständigkeit machte den Besuch erneut zum kritischen Gesprächsthema in australischen Medien. Was den Journalisten von diesen vier Tagen hängen bleibt, ist nicht nur die alte Faszination rund um Harry und Meghan, sondern auch das Bild eines Paares, das fern vom offiziellen Hofprotokoll weiter um seine Rolle ringt.
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