Die Schwazer Adler wollen im Cup zur Titelverteidigung fliegen
Im Cup Final Four sind die Schwazer Handballer seit Jahren Stammgast. Der Weg zur Titelverteidigung beginnt am Samstag (16.30 Uhr) mit dem Halbfinale gegen Hard.
Wien – Sparkasse Schwaz Handball Tirol hatte in den vergangenen Tagen das Verpassen des Play-off-Viertelfinales in der HLA Meisterliga und den damit verbundenen bitteren Gang in die Abstiegsrunde zu verdauen. Deswegen hielt Sportdirektor Thomas Lintner vor der Abfahrt zum Cup Final Four in der Sport Arena Wien auch fest: „Wir müssen der Enttäuschung was Positives entgegensetzen.“
Was würde sich dazu besser anbieten als die neuerliche und wiederholte Teilnahme am Cup Final Four, das reich an Geschichten über die Adler ist: 2024 verpasste man im „Finale dahoam“ gegen Zweitligist West Wien den Titel, ein Jahr später sicherte ein Last-Minute-Treffer von Michael Miskovez in Bruck im Finale gegen Vöslau den zweiten Cup-Triumph in der Historie. Und ab Samstag (16.30 Uhr) mit dem Halbfinale gegen Hard heißt es wieder „Drama Baby Drama.“ Ein Spruch, der von Bruce Darnell stammt, der damit bei „Germany‘s Next Topmodel“ als Juror die Kandidaten emotionalisieren und motivieren wollte.
Der Cup liegt den Schwazern
Model(l) stehen wollen die Adler heute gegen den Dauerrivalen aus Hard, der den Grunddurchgang als Tabellenzweiter abgeschlossen hat, nicht. Es heißt kratzen, beißen und kämpfen, um neuerlich und zum dritten Mal in Serie das Final-Ticket am Samstag zu lösen. „Über all die Jahre kann man mit gutem Gefühl sagen, dass der Cup ein Stück weit unser Bewerb ist. Natürlich ist Hard der klare Favorit, aber chancenlos sind wir nicht. Im Idealfall spielen wir unbeschwert auf“, hofft Lintner auf eine Sensation.
Die Frustpackung in der Meisterschaft soll sich im Idealfall in eine Glanzleistung im Cup Final Four transformieren. Im Finale am Samstag (20.25 Uhr/Live ORF Sport+) würde der Sieger aus der zweiten Halbfinal-Paarung zwischen Hollabrunn und Krems warten. Die zweite Nacht im Hotel für die beiden Finalisten wird übrigens vom Österreichischen Handball-Verband übernommen. „Wir werden alles reinhauen, um den Titel verteidigen zu können“, krempelt Kapitän Emanuel Petrusic die Ärmel hoch. Die angeschlagenen Adler wollen in Wien zeigen, dass sie dennoch zur erfolgreichen Titelverteidigung fliegen können.