Jahrelanger Liebesbetrug: Frau aus dem Bezirk Kufstein um mehr als 350.000 Euro gebracht
Ein besonders tragischer Fall von Liebesbetrug, auch als „Love Scam“ bekannt, ist nun im Bezirk Kufstein bekannt geworden. Eine 57-jährige Frau, die jahrelang von Betrügern manipuliert wurde, verlor dabei mehr als 350.000 Euro. Um die Geldforderungen zu stillen, verkaufte eine Angehörige sogar ihr eigenes Haus.
Kufstein – Ein Betrugsfall von enormem Ausmaß wurde nun von der Tiroler Polizei aufgedeckt. Im Zentrum steht eine 57-Jährige aus dem Bezirk Kufstein, die über Jahre hinweg von sogenannten „Love Scam“-Betrügern um mehr als 350.000 Euro gebracht wurde.
Bereits im Jahr 2024 geriet die Frau aus dem Bezirk Kufstein wegen auffälliger Geldüberweisungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro an verschiedene Drittkonten ins Visier der Polizei. Ende 2025 wurden erneut Überweisungen in der Gesamthöhe von mehr als 170.000 Euro festgestellt, die an unterschiedliche Konten im In- und Ausland gingen. Nach monatelangen Ermittlungen durch die Task-Force „Sozialleistungsbetrug“ stellte sich heraus, dass die Frau nicht Täterin, sondern Opfer eines Trickbetrugs geworden war.
Betrug über Facebook-Dating
Zwischen 2021 bis 2026 hatte die Geschädigte regelmäßig Geld an Internetbekanntschaften überwiesen, die sie über eine Dating-Plattform auf Facebook kennengelernt hatte. Ein Betrüger gab sich als US-Soldat im Einsatz in Afghanistan aus, ein anderer als Schauspieler einer bekannten US-Krimi-Serie. Beide bauten über Jahre eine emotionale Beziehung zu der Frau auf, ohne dass es je zu einem persönlichen Treffen kam. Geldforderungen wurden mit erfundenen Geschichten über Zollprobleme, angebliche Haftstrafen oder familiären Notlagen begründet.
Die Frau, das laut Polizei seit Jahren Notstandhilfebezieherin ist, hatte vorerst ihr eigenes Vermögen aufgewendet und Kredite aufgenommen. Als sie über kein Geld mehr verfügte, half ihr eine Angehörige aus, die dafür sogar ihr eigenes Haus samt Grundstück verkaufen musste. (TT.com)