Durchstich erfolgt: Großglockner Hochalpenstraße ab Samstag befahrbar
Am Freitag erfolgte der „Durchstich“ bei der Schneeräumung. Neben der Lawinengefahr erschwerte heuer in einzelnen Abschnitten auch sogenanntes Kerneis die Arbeiten.
Fusch an der Glocknerstraße, Heiligenblut – Die Großglockner Hochalpenstraße ist ab Samstag wieder befahrbar. Am Freitag erfolgte der „Durchstich“ der Schneeräumgeräte, die sich von Salzburger und Kärntner Seite hochgearbeitet haben. Die Schneemengen waren in diesem Frühjahr zwar weniger als in manchen Vorjahren, allerdings erschwerte die Lawinensituation die Räumung. Die Verbindung über den Alpenhauptkamm spielt heute als Transitroute keine große Rolle mehr und ist vor allem von touristischer Bedeutung.
Neben der Lawinengefahr erschwerte heuer in einzelnen Abschnitten auch sogenanntes Kerneis im unteren Bereich der Straße die Arbeiten. Dabei handelt es sich um bis zu 20 Zentimeter dicke Eispanzer unter der Schneedecke, die sich nur durch Sonneneinstrahlung und steigende Temperaturen langsam lösen konnten.
Die Glocknerstraße ist ab Samstag auf allen Abschnitten für den Verkehr freigegeben, also der Abschnitt zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sowie die Straße auf die Edelweiß-Spitz, dem höchsten Punkt mit 2571 Metern. Die 48 Kilometer lange Straße zwischen Fusch im Salzburger Pinzgau und Heiligenblut in Kärnten hat 36 Kehren, sie wurde von 1930 bis 1935 nach den Plänen von Franz Wallack errichtet. Mit rund einer Million Besuchern im Jahr zählt sie zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes. (APA, TT.com)