Causa Schloss Ambras: Nach Mobbing-Vorwürfen ist nun der Betriebsrat gefordert
Veronika Sandbichler, die langjährige Leiterin von Schloss Ambras, hatte vor rund einem Monat mit Mobbingvorwürfen gegen die KHM-Führungsspitze für Aufsehen gesorgt. Die vom Kuratorium beauftragte Anwältin bittet nun betroffene MitarbeiterInnen, sich an den Betriebsrat zu wenden.
Wien, Innsbruck – Die vom Kuratorium mit der Untersuchung der Bossing-Vorwürfe gegen die Führungsspitze des Museumsverbands des Kunsthistorischen Museums (KHM) beauftragte Rechtsanwältin Sieglinde Gahleitner hat ihre Arbeit aufgenommen.
Sie habe vom Anwalt von Veronika Sandbichler, der dienstfrei gestellten Direktorin des Innsbrucker Schlosses Ambras, „eine Liste von Mitarbeitern erhalten, mit denen ich Gespräche führen werde“, ließ sie auf Nachfrage wissen. Mitarbeiter mögen sich zudem an den Betriebsrat wenden, „und der wird mir dann mitteilen, wer eine Aussage tätigen möchte“.
Im Zuge eines Streits um die Höhe einer freiwilligen Abfertigung hatte Sandbichler vor einem Monat Vorwürfe wegen des Umgangs mit ihr erhoben und argumentiert, dass es sich um keinen Einzelfall handle. Der Betriebsrat hatte damals „eine transparente und lückenlose Aufklärung aller schwerwiegenden Vorwürfe durch unabhängige Instanzen“ gefordert und die Situation für die Mitarbeitenden als „derzeit sehr schwierig“ beschrieben. (APA)
Weitere Kritik an Fine
Causa KHM: Direktorin von Schloss Ambras vom Dienst freigestellt
Interimistische Lösung
Nach dem Eklat um Mobbingvorwürfe: Wie es mit Schloss Ambras weitergeht
Eklat auf Führungsebene