Zwei Sternderl und dann Daumen hoch: Der Kampf um Konzentration im Kinderzimmer
Ein Video noch, und dann nur noch schnell noch eines. Wer kennt es nicht? Genau diesem Phänomen widmet sich „Das Land der fast fertigen Dinge“, die neue Produktion des Enemenemuh-Kindertheaters.
Innsbruck – An Ideen mangelt es nicht. Aber Konsequenz und Konzentration fehlen. Dafür sind die Möglichkeiten, sich zu verlieren, zu groß: hier ein Video, dort ein Like, noch schnell ein Kommentar, dann Daumen hoch, Herzchen und zwei Sternderl. Den Werbespot dazwischen nimmt man in Kauf.
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„Das Land der fast fertigen Dinge“ – die neue Produktion von Enemenemuh hatte am Wochenende im Innsbrucker Brux Premiere – ist das Stück zur Social-Media-Debatte. Koko (Michèle Jost) will Hausaufgaben machen, Herr Klim Bim (Therese Hoffmann) lockt mit immer neuen und ewig gleichen digitalen Glücksversprechen.
Madeleine Steinwender hat sich den kurzweiligen Streifzug durch beste Absichten, liegengebliebene Ideen und unvollendete Werke ausgedacht. Elena-Maria Knapp führt Regie und Ausstatterin Salha Fraidl beweist, dass auch Halbfertiges ordentlich Eindruck macht. Trotzdem – das ist die pädagogische Botschaft dieser wie immer bei Enemenemuh mehrsprachigen Produktion für Kinder ab sechs Jahren – ist es beglückender, Dinge auch dann zu Ende zu bringen, wenn sie für die Schule sind.
Termine und weitere Infos: www.enemenemuh.net
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