Gastkommentar
40 Jahre nach dem Tschernobyl-Super-GAU
Man sprach von einer Zeitenwende, als am 26. April 1986 das Kernkraftwerk Tschernobyl nahe der Grenze zum heutigen Belarus explodierte. Damals war alles noch Gebiet der Sowjetunion. Im Umkreis von zehn Kilometern ist das Areal nach der Katastrophe sicher Zehntausende von Jahren unbewohnbar. Auf verlassenen Häusern hängen heute noch auf verblichenen Stofffetzen die Losungen aus kommunistischer Zeit: „Freiheit durch Arbeit“. Jeder fünfte Belarusse muss heute auf noch immer verseuchtem Gebiet leben. Auf 100.000 Einwohner kommen 6000 Krebskranke.