Mit 7500 Euro dotiert

Komponist Thomas Larcher erhält Tiroler Hilde-Zach-Stipendium

Der Komponist Thomas Larcher leitet heuer zum vierten Mal das Kammermusikfestival „listening closely“. Es starte am 1. Mai in Wattens.
© Axel Springer

Der Leiter des Kammermusikfestivals „listening closely“ wurde mit der Auszeichnung in Höhe von 7500 Euro prämiert. Er wird nun ein Werk komponieren, dass das Tiroler Kammerorchester Innstrumenti zur Uraufführung bringen soll.

Innsbruck – Der international renommierte Tiroler Komponist Thomas Larcher wird mit dem Hilde-Zach-Kompositionsstipendium 2026 der Stadt Innsbruck ausgezeichnet. Das mit 7500 Euro dotierte Stipendium wurde am Dienstag vergeben und ist mit einem Kompositionsauftrag für ein neues Werk für das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti verbunden.

Vizebürgermeister Georg Willi würdigte Larcher als „international so gefragten Künstler“, dessen Weg von Basel über Hamburg und London bis nach New York und San Francisco geführt habe. Larcher präge die Kulturlandschaft seit Jahrzehnten – vom Liederzyklus über Kammermusik bis hin zu Symphonie und Oper.

Die Jury – bestehend aus Katharina Roth, Marco Blaauw und Gerhard Sammer – entschied einstimmig zugunsten des 1963 in Innsbruck geborenen Komponisten. Hervorgehoben wurden seine ausgereifte Kompositionstechnik, die differenzierte Instrumentation und seine „herausragende künstlerische Eigenständigkeit“. Seine Werke verbinden innovative Klangsprache mit emotionaler Tiefe und einer unverwechselbaren Handschrift.

Gründer der Klangspuren und von „Musik im Riesen“

Larcher studierte von 1981 bis 1988 an der Musikhochschule Wien Klavier bei Heinz Medjimorec und Elisabeth Leonskaja sowie Komposition bei Erich Urbanner. 1994 gründete er das Festival Klangspuren Schwaz, später leitete er unter anderem das Kammermusikfestival „Musik im Riesen“ in den Swarovski Kristallwelten.

Heuer verantwortet er zum vierten Mal das Programm des Festivals „listening closley“, das am 1. Mai mit einem Konzert des Perkussionisten Hannes Vonmetz in den Swarovski Kristallwelten in Wattens startet.

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Thomas Larchers Kompositionen entstehen als Auftragswerke für führende Orchester wie die Wiener Philharmoniker, die Berliner Philharmoniker oder das niederländische Royal Concertgebouw Orchestra. 2018 wurde seine erste Oper „Das Jagdgewehr“ bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt.

Kein Förderstipendium vergeben

Das heuer ebenfalls ausgeschriebene Förderstipendium für junge Komponierende unter 35 Jahren wird hingegen nicht vergeben – laut Stadt mangels Einreichungen. Die Jury ruft junge Komponistinnen und Komponisten dazu auf, sich im kommenden Jahr verstärkt dafür zu bewerben. (TT)

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