Aktion läuft weiter

Rettungsaktion für Buckelwal läuft: Transportboot mit Tier jetzt vor Dänemark

Der Schlepperverband mit dem wochenlang gestrandeten Buckelwal ist auf seiner mehrtägigen Reise weiter gut vorangekommen.
© APA/dpa/Philip Dulian

Der Transport des geretteten Buckelwals in Richtung Nordsee kommt auch am Donnerstag weiter voran und hat am frühen Morgen die dänische Küste erreicht. Während die private Rettungsinitiative auf ein gutes Ende hofft, teilte das dänische Umweltministerium mit, dass man im eigenen Land bei Wal-Strandungen prinzipiell nicht eingreife und dies der Natur überlasse.

Kopenhagen – Das Transportschiff mit dem vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern geborgenen Wal ist weiter in Richtung Nordsee unterwegs. Am frühen Morgen fuhr der Schlepperverband vor der dänischen Küste in Richtung der Westküste Schwedens. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder war das Schiff gegen 04.45 Uhr etwa 3 Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) südwestlich der dänischen Insel Sejero unterwegs.

Am Dienstag war es gelungen, den wochenlang an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal in eine sogenannte Barge zu bugsieren. In diesem mit Wasser gefüllten Lastschiff, das von dem Mehrzweckschiff „Fortuna B“ gezogen wird, ist das Tier auf dem Weg in Richtung Nordsee. Nach Plänen der privaten Initiative, die für die Bergung verantwortlich ist, soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann dort ausgesetzt werden.

Dänemark rettet prinzipiell keine gestrandeten Meeressäugetiere

Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere in Dänemark prinzipiell nicht rette. Strandungen seien demnach „ein natürlich vorkommendes Phänomen“, und Wale sollten generell „nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört“ werden. Zu dem konkreten Fall des an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals äußerte sich das Ministerium nicht.

Der rund zwölf Meter lange und etwa zwölf Tonnen schwere Meeressäuger hatte vier Wochen in der Bucht der Insel Poel festgesteckt. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler versucht die private Initiative seit Mitte April, den gestrandeten Wal zu bergen und lebend in die Nordsee oder in den Atlantik zu bringen. (APA)

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