„Kein Feuer, nicht rauchen“: Alpenverein, Naturfreunde und Bundesforste rufen zu Vorsicht auf
Angesichts der sommerlichen Temperaturen am verlängerten Wochenende und der anhaltenden Trockenheit rufen die Österreichischen Bundesforste, die Naturfreunde Österreich sowie der Österreichische Alpenverein zu besonderer Vorsicht im Wald auf. Jegliche Zündquellen, ob Lagerfeuer oder Zigarette, gelte es strikt zu vermeiden.
Ein langes Wochenende steht bevor, dazu sonniges Wetter und Temperaturen, die sich der 30-Grad-Marke nähern. Da viele Menschen die kommenden Tage für Ausflüge in die Natur nutzen werden, appellierten der Österreichische Alpenverein, die Naturfreunde Österreich und die Österreichischen Bundesforste am Donnerstag gemeinsam in einer Aussendung an alle Erholungssuchenden, „besonders achtsam unterwegs zu sein.“
Denn nach wie vor bleibe die Waldbrand-Gefahr aufgrund der Trockenheit und des ausbleibenden Regens akut. „Glutnester können tief im Boden weiterbrennen und Einsatzkräfte noch Tage beschäftigen“, hieß es in der Aussendung.
Waldbrände im Kärntner Lesachtal und in der Steiermark hätten gezeigt, „wie rasch sich Feuer in trockenen Wäldern ausbreiten kann und wie aufwendig die Bekämpfung in steilem, unwegsamem Gelände ist.“ Da es auch in Tirol in letzter Zeit mehrfach zu Wald- und Böschungsbränden gekommen war, gilt seit diesem Montag im ganzen Land striktes Verbot für offenes Feuer in und in der Nähe von Wäldern.
Hohe Waldbrandgefahr
Extreme Trockenheit: Striktes Feuerverbot in Tirol in Kraft
80 Prozent der Waldbrände von Menschen verursacht
„Wer am Wochenende im Wald und auf Bergen unterwegs ist, kann ganz konkret dazu beitragen, Brände zu verhindern“, so Georg Rothwangl vom Österreichischen Alpenverein. „Gerade im Frühjahr kann der Eindruck täuschen: Während es bereits grün wird, sind trockenes Laub, Gras, Nadeln, Reisig und Humusschichten vielerorts leicht entzündlich. Unser Appell lautet daher: kein Feuer, nicht rauchen, lokale Verbote beachten und bei Rauch oder Flammen sofort die Feuerwehr alarmieren.“
Die Österreichischen Bundesforste mahnen ebenfalls zur Vorsicht: „Rund 80 Prozent der Waldbrände in Österreich werden durch Menschen ausgelöst. Achtlos weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer, Grillen oder heiße Glutreste können bei Trockenheit gravierende Folgen für die Natur haben“, so Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Österreichischen Bundesforste.
Was zu beachten ist
- Nicht rauchen. Zigaretten und Zündhölzer haben im Wald und in Waldnähe nichts verloren. Glimmende Stummel niemals wegwerfen – auch nicht am Wegrand, auf Forststraßen oder Parkplätzen. Zigarettenstummeln gehören in den Müll und nicht in die Natur.
- Kein offenes Feuer entzünden. Lagerfeuer, Grillen, Fackeln, Kerzen, Gaskocher oder Feuerstellen sind grundsätzlich im Wald verboten und bei Trockenheit noch dazu gefährlich. Wo Waldbrandverordnungen gelten, sind Feuer und Rauchen im Wald und in Waldnähe ausdrücklich verboten.
- Müll wieder mitnehmen. Glas, Dosen, Verpackungen und anderer Abfall gehören nicht in die Natur. Sie belasten den Wald und können im Zusammenspiel mit Sonneneinstrahlung, Hitze, Trockenheit und menschlichem Fehlverhalten zusätzliche Risiken schaffen.
- Autos nicht auf trockenem Gras abstellen. Heiße Fahrzeugteile können trockene Vegetation entzünden. Parken Sie nur auf ausgewiesenen Flächen.
- Sperren und Hinweise beachten. Wenn Wege, Waldflächen oder Zufahrten aufgrund von Waldbrandgefahr gesperrt sind, gilt: unbedingt respektieren und ausweichen.
- Bei Rauch oder Feuer sofort 122 wählen. Wer Rauch, Flammen oder Glutnester entdeckt, sollte umgehend die Feuerwehr alarmieren, den Standort möglichst genau beschreiben und sich selbst nicht in Gefahr bringen.
Erhöhte Vorsicht geboten
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