Notfallplan in Schublade

Unwetter befürchtet: Formel-1-Rennen in Miami beginnt drei Stunden früher

Die Fans müssen sich auf einen früheren Start einstellen.
© IMAGO/Charly Lopez

Miami – Das Formel-1-Rennen von Miami wird wegen eines befürchteten Unwetters vorgezogen und beginn am heutigen Sonntag schon um 19.00 Uhr MESZ (ORF 1, Sky). Ursprünglich hätte der vierte Grand Prix des Jahres um 22.00 Uhr MESZ starten sollen. Da aber möglicherweise auch Blitzeinschläge drohen, entschieden sich die Regelhüter der Motorsport-Königsklasse für einen früheren Beginn des Rennens in Florida.

Das liegt nicht zuletzt an lokalen Vorschriften zu Gewitter und Blitz. Sollte es innerhalb eines überschaubaren Umkreises um die Rennstrecke herum blitzen, müsste das Event unterbrochen werden, die Anwesenden müssten Schutz suchen. Das wollen die Veranstalter vermeiden.

Im vergangenen Jahr zwangen drohende Unwetter die Regelbehörde dazu, mehr als zwei Stunden vor dem Rennstart ein Protokoll herauszugeben, sollte die Strecke wegen Blitzeinschlags evakuiert werden müssen. Die Wetter-Prognose trat am Ende aber nicht ein. Oscar Piastri im McLaren gewann dann das Rennen. Diesmal startet Kimi Antonelli im Mercedes von ganz vorn.

Der Motorsport-Weltverband Fia sieht sich vorbereitet für die Auswirkungen durch das Klima. Man beobachte die Wetterlage sehr genau, erklärte ein Sprecher zu Beginn des Wochenendes. Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres gebe es ohnehin einen Notfallplan, den man bei Bedarf aktivieren könne.

Antonelli mit schöner Pole-Serie

Antonelli kann indes nun in einer Kategorie in einem Atemzug mit den Formel-1-Legenden Michael Schumacher und Ayrton Senna genannt werden. Der Teenager von Mercedes sicherte sich mit Startplatz eins in Miami die ersten drei Polepositionen seiner Karriere an direkt aufeinanderfolgenden Grand-Prix-Wochenenden. Senna (65 Poles) gelang dieses Kunststück 1985, Schumacher (68) 1994. „Es fühlt sich auf jeden Fall gut an“, sagte WM-Spitzenreiter Antonelli über seine Pole-Serie.

Der 19-jährige Italiener hat für das Rennen in Florida ein großes Ziel: gut starten. Es zieht sich durch seine noch sehr junge Formel-1-Karriere, dass er immer wieder auf den ersten Metern patzt. So geschehen im Sprint, als Antonelli rasch vom zweiten auf den fünften Platz zurückfiel. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach anschließend allerdings von einem Fehler des Rennstalls, der die Kupplung richtig kalibrieren müsse.

„Hoffentlich klappt es auf magische Weise. Es wäre schön, wenn wir keine Positionen verlieren würden, aber wir werden unser Bestes geben“, sagte Antonelli, dessen Rennstall aber kein einfaches Wochenende erlebt. Während die Konkurrenz große Upgrade-Pakete in die USA gebracht hat, plant Mercedes erst in drei Wochen in Kanada mit erheblichen Verbesserungen am Auto. (APA/dpa)

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