Ralph „The Voice“ Schader feiert Jubiläum: Mit lauten und leisen Tönen
Tirols Organisator Ralph „The Voice“ Schader, als junger Mann im Außerfern noch Modekaufmann, blickt stolz auf 40 Jahre im Sport-und Showbusiness zurück.
Die klangvolle Reise über viele Fußball-Schauplätze, Event-Arenen und mit mittlerweile schier zahllosen prominenten Bekannt- wie Freundschaften begann 1986, als Ralph Schader bei der Hochzeit von Abfahrts-Weltmeister Harti Weirather mit Olympia-Siegerin Hanni Wenzel das Skiländerspiel „Österreich gegen den Rest der Welt“ in Reutte moderierte. Vier Jahrzehnte später ist Schader kurz vor seinem 64. Geburtstag immer noch im Geschäft.
Österreichs Córdoba-Held Hans Krankl ließ er mit der Kultband Monti Beton – früher organisierte er auch Shows von Hansi Hinterseer – auf der Innsbrucker Nordkette auftrumpfen, bei vielen Firmenevents oder im Dezember wieder als helfende Hand im Rahmen des „Raiffeisen Charity Legendencup“ in Hard wirft er, der 20. Gedenkturnier für Bruno Pezzey organisiert hat, seine Angel aus, um Fußball-Größen (Augenthaler, Hrubesch, Tschertschessow ...) an Land zu ziehen.
Von den guten alten Meisterzeiten im alten Innsbrucker Tivoli-Stadion und den (Bier-)Bänken im oberen Rang der Olympiahalle wird unter Tiroler Sportfans immer wieder gesprochen. Und eben dort erschallte die Stimme von Schader, der 13 Jahre beim FC Swarovski Tirol sowie sieben Jahre bei den „Eishacklern“ im leidenschaftlichen Einsatz war. Unvergessen die beiden zeitgleichen Tiroler Titel 1989, dabei wurde „The Voice“ von den Medien zu Österreichs „Meisterstadionsprecher“ ernannt. Nicht minder sentimental reagiert der Tannheimer, wenn man ihn auf die Auszeichnung von ÖFB-Generalsekretär Gigi Ludwig anspricht, der ihn nach vielen Auftritten beim ÖFB-Nationalteam als „Frank Sinatra der Stadien“ geadelt hat.
Schicksalsschlag 2011
Schader hat von 1999 an – sein erster Gast war im Außerfern der jetzige ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick mit dem VfB Stuttgart – als „Österreichs Mister Trainingslager“ (Bild-Titel) über 100 Camps organisiert. Die Stars von Arsenal London um Coach Arsène Wenger oder Weltmeister Thierry Henry tanzten dabei ebenso an wie viele deutsche Bundesligisten (HSV mit van der Vaart; van Nistelrooy, Wolfsburg, Leverkusen), türkische Spitzenclubs (Galatasaray, Fenerbahce) oder sein spanischer Herzensclub Real Mallorca.
Am 15. Juli 2011 traf ihn das Schicksal aber mitten in Herz. Gattin Michaela brach bei einem HSV-Testspiel in Schwaz leblos zusammen, war nicht mehr zu retten. Schader zog sich nach Tannheim zurück: „Ich habe nicht geglaubt, dass ich wieder aufstehen kann.“ Mit seiner Senta bekam er Jahre später in Kärnten eine zweite Chance, eine kleine Wohnung hat er jetzt im Tiroler Telfes bezogen. Und bei all dem Glanz haben auch die Demut und leise Töne Einkehr gehalten.