Veranstaltung am 7. Mai 2026

Wenn Arbeitskräfte knapper werden: Inklusion als Chance für Tiroler Betriebe

Die Frage sei nicht mehr, ob Unternehmen neue Potenziale nutzen sollten – sondern wie schnell sie damit beginnen, sind die Veranstalter überzeugt.
© Shutterstock

Unter dem Titel „Innovative Wege im Personalmanagement – Personal suchen, finden, halten“ lädt der Zero Project Unternehmensdialog Tirol EntscheiderInnen, Personalverantwortliche und UnternehmerInnen zu einem praxisnahen Austausch ein.

Innsbruck – Tirols Wirtschaft steuert auf eine massive demografische Herausforderung zu. Aktuelle Prognosen zeigen, dass die Erwerbsbevölkerung im Bundesland bis 2050 um 10,9 Prozent zurückgehen wird, was den Fachkräftemangel weiter verschärft. Eine Veranstaltung am 7. Mai 2026 in Innsbruck soll Unternehmen nun aufzeigen, wie ein bisher oft ungenutztes Potenzial – jenes von Menschen mit Behinderungen – als strategischer Vorteil genutzt werden kann.

Unter dem Titel „Innovative Wege im Personalmanagement“ lädt der Zero Project Unternehmensdialog Tirol zu einem Austausch ins Bfi Tirol. Die Kernfrage lautet, wie Betriebe qualifizierte Mitarbeiter finden und langfristig halten können. Die Antwort liege oft in inklusiven Personalansätzen, die in der Praxis noch zu selten umgesetzt werden. Dabei sind Menschen mit Behinderungen vielfach gut qualifiziert, motiviert und loyal.

Unternehmen zeigen, wie die Umsetzung gelingt

Dass es sich dabei um eine wirtschaftliche Notwendigkeit und eine gesellschaftliche Verpflichtung handle, betont auch Johannes Schranz, der stellvertretende Landesgeschäftsführer des AMS Tirol. Ein moderner Arbeitsmarkt brauche Unternehmen, die Inklusion als selbstverständlichen Teil ihrer DNA begreifen, denn dies führe zu stabilen Teams und echtem Erfolg. „Ich sehe darin einen doppelten Auftrag: eine ökonomische Verantwortung zur Sicherung von Kompetenzen und eine gesellschaftliche Verpflichtung gegenüber allen Menschen am Tiroler Arbeitsmarkt.“

Wie die Umsetzung gelingen kann, zeigen Praxisbeispiele von Unternehmen wie der Raiffeisen-Landesbank Tirol, Primark und dem Roten Kreuz. Ergänzt werden die Berichte durch eine Keynote des Para-Sportlers Benjamin Hundsbichler.

Zero Project Unternehmensdialog Tirol: Donnerstag, 7. Mai, von 16 bis 18 Uhr, Bfi Tirol Bildungs GmbH, Ing. Etzel-Straße 7, Innsbruck.

Anmeldung HIER

Unterstützung erhalten Betriebe dabei vom NEBA-Betriebsservice, das als zentrale Anlaufstelle fungiert. Angelika Alp-Hoskowetz, Leiterin der Landesstelle des Sozialministeriumservice in Tirol, weist darauf hin, dass Tiroler Unternehmen jährlich mehr als 13 Millionen Euro an Ausgleichstaxen zahlen, weil sie Menschen mit Behinderungen nicht oder nur unzureichend beschäftigen. „Unternehmen hingegen, die selbst beschäftigen oder ausbilden, profitieren nicht nur finanziell. Sie positionieren sich als attraktive Arbeitgebende, erweitern oftmals ihren Kund:innenkreis und haben mit dem NEBA-Betriebsservice die erste Ansprechstelle und einen verlässlichen Partner.“ (TT)

Für Sie im Bezirk Innsbruck unterwegs:

Michael Domanig

Michael Domanig

+4350403 2561

Hannah Purner

Hannah Purner

+4350403 2158

Verena Langegger

Verena Langegger

+4350403 2162

Alexandra Plank

Alexandra Plank

+4350403 2143