„Ich jetzt weiß, was Liebe ist“

Mutter von Schauspieler Harald Krassnitzer starb mit Demenz

Harald Krassnitzer musste sich von seiner Mutter verabschieden.
© IMAGO/APress

Der österreichische Schauspieler Harald Krassnitzer, der im Kinofilm „Der verlorene Mann“ einen demenzkranken Mann spielt, hat auch privat mit dem Thema zu tun. „Meine Mutter ist gerade mit 95 mit Demenz gestorben“, sagte der 65-Jährige der Illustrierten Bunte laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Er sei teilweise überfordert gewesen, räumte Krassnitzer ein.

Das war ein Blick, bei dem ich erkannte, dass ich jetzt weiß, was Liebe ist.
Harald Krassnitzer

Irgendwann habe er verstanden, dass in Situationen, in denen seine Mutter ihn nicht erkannt und er nicht gewusst habe, was er reden solle, oft eine viel dichtere Kommunikation stattfand, sagte der als „Tatort“-Kommissar bekannte Schauspieler. „Meine Schwester streichelte meiner Mutter eine halbe Stunde lang den Rücken, ohne etwa zu sagen, einfach so – Ruhe, Atmen, Streicheln“, erzählte er. Nach einer halben Stunde habe seine Mutter zu ihr geschaut und ihr zugenickt. „Das war ein Blick, bei dem ich erkannte, dass ich jetzt weiß, was Liebe ist.“ (APA, AFP)