Innovationen im Bad

Von Düften, Nebel und Lichttherapie

Große Fliesen sind derzeit gefragt.
© Wörz Peter

Das Badezimmer, das nur der Körperpflege dient, war gestern. Heute „reinigt“ man darin auch die Seele. Ein Experte schildert, wie man den Raum zur Wellnessoase umrüstet.

Manche Räume lassen Besucher zur Ruhe kommen. Leise, fast beiläufig, werden die dort von einer Atmosphäre umgarnt, die den hastigen Alltag verblassen lässt.

Beim Gedanken daran denken viele an ein kuscheliges Sofa vor dem knisternden Kamin. Oder an ein weiches, von Kissen flankiertes Bett. Doch ein Raum hat sich in den letzten Jahren zum wahren Refugium etabliert: das Badezimmer. Vorausgesetzt, es ist intelligent konzipiert.

Ätherische Öle im Dusch-Dampf

„Dann reicht es aus, ein paar Tasten zu drücken, schon wird der Raum in Farben getaucht, die sich positiv auf die Stimmung auswirken“, schildert Peter Wörz.

Der Inhaber des gleichnamigen Lermooser Installationsbetriebes hat diesbezüglich reichlich Erfahrung gesammelt: „Via Bluetooth wird entspannende Musik ins Bad gestreamt.“ Ätherische Öle vermischen sich automatisch mit dem Dampf in der modernen Duschkabine und erfüllen sie mit dem Duft von Bergkiefer, Mango oder Eukalyptus.

Individuelle Lösungen entwickeln, Innovationen umsetzen, Umweltstandards übertreffen - das sind einige der Stärken des Unternehmers Peter Wörz.
© Peter Wörz

Spezielle Pumpen können zudem eine Sole-Lösung in die Kabine sprühen, wo diese vom Wasserdampf aufgenommen wird. Das so verstärkte Schwitzen dient der Entschlackung, Entgiftung, befreit die Atemwege und öffnet die Poren.

Damit nicht genug der Auszeit für die Seele: Für alle, die sich nach noch mehr Regeneration im eigenen Zuhause sehnen, hat Wörz eine dezente Infrarotkabine in petto: „Die schmiegt sich eng an die Wand, verbraucht wenig Raum und entfaltet doch den gewünschten regenerativen Effekt.“ Durch die Hitze entlang der Wirbelsäule wird Blut im Körperinneren erwärmt, was die Durchblutung fördert und Schmerzen lindert.

Leichte Bedienung ist gefragt

So weit zu den technischen Raffinessen. In Sachen Design seien große Fliesen in Naturtönen oder Betonoptik gefragt.

Auf einer Runde durch seine Schauräume deutet der Lermooser Bäder-Experte auf einige seiner Ausstellungsstücke: „Möbel werden stetig einfacher zu handhaben. Zu den beliebtesten gehören Push-Open-Schränke, die man mit einer Kniebewegung öffnen kann.“

Moderne Infrarotkabinen nehmen kaum Platz weg, entfalten aber die volle Wirkung.
© Peter Wörz

Dass sich das Badezimmer vom Nutz- zum Wohnraum etabliert hat, wird spätestens bei einem Blick auf moderne Duschköpfe klar. Hämmerten die einst harte Wasserstrahlen auf die Haut, schmeicheln sie ihr heute in Form einer sanften Regendusche.

Zu guter Letzt empfiehlt Wörz, die integrierten Nebeldüsen zu aktivieren: „Ihr sanfter Sprühregen sorgt für eine belebende Abkühlung im Bad, was gerade in den kommenden heißen Monaten ein Wohlfühlklima schaffen wird.“