Gegen den Fachkräftemangel

Osttirol öffnet sich: Innovationsnetzwerk bringt frische Ideen in die Region

Sehen große Chancen für die Region durch „Open Osttirol“ (v. l.): Wirtschaftslandesrat Mario Gerber, Barbara Hassler und Markus Trost, Obmann des Vereins Industrie 4.0 Osttirol.
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In Osttirol startet ein neues Innovationsnetzwerk namens „Open Osttirol“. Es soll Betriebe, Bildung und Forschung besser verbinden. Ziel ist, Innovation gezielt voranzutreiben und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Das Projekt läuft drei Jahre und ist Teil eines bundesweiten Programms.

Lienz – Osttirol begegnet Fachkräftemangel und sich wandelnden Märkten mit einer klaren Strategie. Die Region setzt auf mehr Zusammenarbeit und Offenheit. Unter dem Namen „Open Osttirol“ startet nun ein ländliches Innovationsnetzwerk. Das Projekt will Betriebe, Bildung, Forschung und Gesellschaft enger vernetzen. So soll Innovation in der Region gezielt vorangetrieben werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Innovationsnetzwerk Osttirol initiierte „Open Osttirol“. Dazu gehören die Innos GmbH, der Verein Industrie 4.0 Osttirol und der Verein Campus Isel. Wirtschaftslandesrat Mario Gerber sieht darin großes Potenzial. Er betont: „Open Osttirol kann die Innovationskraft der Region weiter stärken und die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre langfristig absichern. Damit setzen wir ein klares Signal: Osttirol ist innovativ und zukunftsorientiert.“

Mehr Frauen in technischen Berufen

Andreas Kraler, Obmann des Vereins Campus Isel, betont den menschlichen Faktor. „Bis 2030 werden in Osttirol rund 1.300 Arbeitskräfte fehlen. Umso wichtiger wird es, neue Zielgruppen einzubinden – etwa Frauen in technischen Berufen, junge Menschen, Rückkehrer:innen und Fachkräfte von außen.“

Arbeiten gemeinsam an neuen Impulsen für Osttirol: Andreas Kraler, Obmann des Vereins Campus Isel, und Barbara Hassler.
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Innos-Geschäftsführerin Barbara Hassler erklärt den Ansatz. „Osttirol bringt viele Stärken mit – von Betrieben bis hin zu Bildungseinrichtungen. Mit Open Osttirol wollen wir diese Kräfte besser verbinden.“ Das Netzwerk hilft Unternehmen, passende Partner zu finden und ermöglicht die gemeinsame Arbeit an Lösungen. Wirtschaftswissenschaftler und Innos-Beiratsvorsitzender Kurt Matzler fasst zusammen: „Wer heute innovativ sein will, muss bereit sein, Wissen zu teilen und von anderen zu lernen. Genau dafür schafft Open Osttirol den Rahmen.“

Markus Trost, Obmann des Vereins Industrie 4.0 Osttirol, hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. „Gerade in unseren Stärkefeldern wie Mechatronik oder MINT zeigt sich, wie wichtig Zusammenarbeit ist. Wenn Betriebe ihr Wissen teilen und gemeinsam weiterentwickeln, stärkt das den gesamten Standort.“ Die Stärkefelder der Region sind Holz(bau), Mechatronik und MINT (das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

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Catharina Oblasser

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