Vielfalt feiern auf dem Laufsteg: Die schönsten Bilder der RollOn-Fashion-Show
Außergewöhnlich war die Modenschau, die am Donnerstag zu Gunsten des Vereins RollOn Austria im Glashaus über die Bühne ging. Die Models mit und ohne Behinderung bekamen für ihre Auftritte viel Applaus.
Innsbruck – Es war eine besondere Modenschau, die am Donnerstag im Glashaus auf dem DEZ-Areal stattgefunden hat. Das lag an den außergewöhnlichen Menschen, die die neuesten Trends präsentierten. Wie Jelena Jehle: Die Kapplerin sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl, mit ihren Eltern betreibt sie eine Landwirtschaft und ist leidenschaftliche Monoskifahrerin. Als Marianne Hengl, Obfrau von RollOn Austria, sie fragte, ob sie bei der Fashion Show im Zeichen der Inklusion dabei sein wolle, habe sie kurz überlegt. „Dann habe ich mir gedacht, ich geh‘ einmal heraus aus meiner Komfortzone. Und es war richtig schön.“
Auch Rene Eckhart hat seinen ersten Einsatz als Model sehr genossen. „Das war schon richtig geil, sich so auf der Bühne zu präsentieren“, sagte der Kaunertaler nach der Show und lachte. Wobei es für ihn nicht neu ist, sich zu präsentieren. Der Para-Snowboarder hat heuer zum zweiten Mal an den Paralympics teilgenommen. „So einen Auftritt wie heute würd‘ ich jederzeit wieder machen.“
Die Lebensfreude haben nicht nur die beiden auf die Bühne getragen, auch ihre Kolleginnen und Kollegen zeigten sich selbstbewusst. Und ob die Models nun sich im Rollstuhl, mit Prothesen oder mit Pumps über den Laufsteg bewegten, hat keinen Unterschied gemacht. Jeder und jede wurde mit euphorische Applaus auf ihrem Weg begleitet. „Ich bin überwältigt, mit welcher Leichtigkeit und Begeisterung alle ihre Auftritte gemeistert haben“, sagte Florian Prodinger, Center-Manager des DEZ.
Nicht nur auf der Bühne, auch dahinter wurden Vielfalt und Inklusion gelebt. „Die Gemeinschaft hinter den Kulissen war einfach toll“, fand Designerin Julia Lau, die eines ihrer Modelle selbst präsentierte. „Ich habe hier so viele herzliche Menschen kennengelernt“, fügte Demirhan Kirhan hinzu. Er ist extra für die Show aus Bremerhaven angereist. „Jeder von ist anders, jeder hat seine eigene Geschichte, eine andere Herkunft und trotzdem verbindet uns so viel.“
Und noch etwas sollte dieser Abend vermitteln: „Jeder Körper verdient Applaus. Und es ist wichtig, dass wir bewusst hinschauen, neugierig auf den anderen sind und wertschätzend miteinander umgehen“, sagte Marianne Hengl. „Schönheit ist nicht genormt. Jeder von uns ist schön. Und das wollten wir mit unserer Modenschau zeigen.“
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