„What‘s the craic?“: Eine filmreife Reise in den Garten Irlands
Von einer lebhaften Hauptstadt bis zu atemberaubenden Naturlandschaften bietet Irland einen Mix aus Herzlichkeit, reicher Geschichte und filmreifer Schönheit.
„What‘s the craic?“ – das ist oft das Erste, was man in Irland zu hören bekommt. Es ist keine Frage nach Drogen, sondern die ehrliche Frage: „Was gibt’s Neues?“, „Wie geht’s?“, „Was machen wir Cooles?“ Diese Begrüßung bringt es ziemlich auf den Punkt für ein Land, das vor Lebensfreude, Geselligkeit und atemberaubender Natur nur so strotzt. Eine kurze Reise reichte bereits aus, um dem Zauber der grünen Insel zu verfallen.
Guinness und grüne Hügel
Der Trip begann in der Hauptstadt Dublin – jung, lebendig, kreativ und weit weg von angestaubten Klischees. Bei einer Walking Food & Pub Tour ging es direkt hinein in das, was die Stadt ausmacht: ehrliches Essen, gute Drinks und Menschen, die das Leben genießen. Wir zogen durch die Gassen und probierten, was die Dubliner lieben – lokales Craft Beer, natürlich ein cremiges Guinness, auch ein Gläschen Whiskey –, und landeten am Ende sogar bei einer unglaublichen Pub-Pizza. Es war der perfekte Einstieg, um das urbane „Craic“ zu spüren – unkompliziert, authentisch und einfach nur gut.
So spannend Dublin auch ist, das eigentliche Irland beginnt oft erst außerhalb der Hauptstadt. Nur eine kurze Fahrt entfernt liegt die Grafschaft Wicklow, nicht ohne Grund der „Garten Irlands“ genannt. Ende April zeigte sich die Insel von ihrer schönsten Seite: bei strahlendem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen – ein echter Glücksfall, denn wie die Iren scherzhaft sagen: „Hier kannst du auch vier Jahreszeiten in zehn Minuten erleben.“
Die Landschaft hier ist so dramatisch und filmreif, dass sie unzähligen Hollywood-Produktionen als Kulisse diente. Ob Mel Gibson in „Braveheart“ durch die Täler ritt, Tom Cruise und Nicole Kidman für „In einem fernen Land“ vor der Kamera standen oder Netflix jüngst mit Lindsay Lohan für „Irish Wish“ hier drehte – diese Gegend ist selbst ein Filmstar. Wicklow überrascht mit einer Natur, die abwechslungsreicher kaum sein könnte: sattgrüne Wiesen, dichte Wälder, urige Felder und auch dramatische Küsten.
Märchenhafte Gärten
Die Powerscourt Gardens, die zu den schönsten der Welt zählen, sind ein Ereignis für sich. Man spaziert durch perfekt angelegte italienische und japanische Gärten und fühlt sich wie im Märchen. Ähnlich beeindruckend war Killruddery House and Gardens, ein Anwesen aus dem 17. Jahrhundert, wo man zwischen alten Bäumen und blühenden Blumen die Seele baumeln lassen kann.
📽️ Video | Impressionen aus dem Powerscourt Garden
Nur wenige Minuten entfernt liegt das charmante Dorf Enniskerry – klein, gemütlich und fast bilderbuchhaft. Cafés, kleine Läden und ein Dorfplatz, der wirkt, als wäre die Zeit hier ein wenig langsamer unterwegs.
Tiefer in Irlands Geschichte führte der Besuch von Glendalough, einer Klostersiedlung aus dem 6. Jahrhundert. Eingebettet zwischen Seen und Bergen, fühlt man sich zwischen den alten Steinmauern und dem ikonischen Rundturm in eine andere Zeit versetzt.
Mountainbike und Kulinarik
Aktiver wurde es bei einer geführten Tour auf einem Mountainbike-Trail durch die Wicklow Mountains. Ohne größere Anstrengung ging es mit dem E-Bike hinauf zum Sally Gap, von wo aus wir einen spektakulären Blick auf den tiefschwarzen Lough Tay hatten – besser bekannt als „Guinness Lake“. Der See ist ein beliebtes Postkartenmotiv, das sich den Besuchern ins Gedächtnis brennt
Irland wäre nicht Irland ohne seinen Whiskey. In der Powerscourt Distillery erlebten wir hautnah, wie aus lokalem Getreide und frischem Quellwasser flüssiges Gold entsteht – der Fercullen Whiskey. Einblicke in traditionelles Handwerk gab es auch in der Avoca Mill, wo man den Webern zusehen kann.
Kulinarisch hat Irland längst mehr zu bieten als nur deftige Hausmannskost. Das Finale war ein Abendessen im The Strawberry Tree, Irlands erstem zertifizierten Bio-Restaurant. Hier kommt nur auf den Tisch, was zu 100 Prozent natürlich ist – eine Hommage an die Frische der irischen Produkte.
Was diese Reise aber vielleicht am meisten geprägt hat, waren nicht die Orte, sondern die Menschen. Die Iren gelten nicht ohne Grund als unglaublich gastfreundlich. Sie nehmen einen mit offenen Armen, offenen Türen und oft auch mit einem offenen Pint auf. Beim „Craic“ geht es um Neuigkeiten, um Spaß, um das Leben selbst. Um Verbindung. Und genau das spürt man dort überall.
Ach ja, und ein lustiges Detail am Rande: Für Raucher ist Irland das perfekte Pflaster, um mit dem Laster (langsam) aufzuhören. Bei einem Preis von rund 20 Euro pro Schachtel investiert man das Geld doch lieber in ein weiteres Glas Guinness. Also, falls jemand fragt „What’s the craic?“, könnte die Antwort lauten: „Eine Reise nach Irland. Unbedingt! That was mighty craic.“
Reise-Infos
Anreise: Direktflüge gibt es nach Dublin ab Wien, München oder Zü rich mit unter anderem Air Lingus, Ryanair, Lufthansa, Swiss.
Hotels: Von charmanten Boutique Hotels in Dublin bis zu luxuriösen Landhäusern wie dem Power scourt Hotel in Wicklow.
Weitere Infos bezüglich Irland Reisen sind auf www.ireland.com zu finden
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