Nach Rücktritt Prantners

Journalist Ernst Sittinger wird neuer ORF-Stiftungsrat für die Steiermark

Der renommierte Journalist Ernst Sittinger ist Träger des Kurt-Vorhofer-Preises.
© APA/Hans Punz

Graz – Der langjährige Journalist Ernst Sittinger wird vom Land Steiermark in den ORF-Stiftungsrat entsandt. Darauf haben sich laut einer Aussendung Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) verständigt. Sittinger folgt auf Thomas Prantner, der vor einer Woche nach viel Gegenwind zurückgetreten ist. Sowohl die Opposition im steirischen Landtag als auch der ORF-Redaktionsrat hatten Prantners Abschied aus dem obersten ORF-Gremium gefordert.

Aus dem Büro des Landeshauptmanns hieß es, dass Sittinger kommende Woche in der steirischen Regierungssitzung wohl als Stiftungsrat beschlossen werden soll, damit er dann schon am 11. Juni in Wien bei der nächsten Sitzung dabei sein könne. In dieser wird auch die neue ORF-Spitze gewählt.

„Medienprofi“ und „Persönlichkeit mit Erfahrung“

Sittinger werde „als Medienprofi mit Scharfsinn im Stiftungsrat seinen Beitrag zur Erneuerung im ORF leisten“, zeigte sich Kunasek überzeugt. Auch Khom sieht im gebürtigen Grazer die richtige Wahl: „Er kennt die Medienlandschaft seit Jahrzehnten aus unterschiedlichsten Perspektiven. Gerade in herausfordernden Zeiten für den ORF braucht es Persönlichkeiten mit Erfahrung.“

Der im Jahr 1966 geborene Journalist Sittinger hat sich erst heuer nach rund 20 Jahren von der Kleinen Zeitung verabschiedet. Dort war er u.a. als Ressortleiter, Kommentator und Mitglied der Chefredaktion tätig. Zuvor schrieb er auch für den Standard und die Presse und wurde mit dem renommierten Kurt-Vorhofer-Preis ausgezeichnet. Sittinger versprach, sich seiner neuen Aufgabe „sorgfältig, sachgerecht und überparteilich im Interesse der steirischen Bevölkerung“ zu widmen. (APA)

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