Urlaubsgebiet Cinque Terre

Weiteres italienisches Dorf führt Obergrenze und Regeln für Touristen ein

Traumhafte Aussichten locken Besucher aus der ganzen Welt zu den „Cinque Terre“.
© MARCO BERTORELLO

Rom – Zur Eindämmung des Massentourismus führt die Gemeinde Vernazza in dem norditalienischen Urlaubsgebiet Cinque Terre neue Regeln für Reisegruppen ein. Organisierte Besuchergruppen dürfen künftig nicht mehr aus mehr als 25 Personen bestehen. Zudem sollen bei Führungen in größeren Gruppen verpflichtend Kopfhörer eingesetzt werden, damit die Erklärungen der Reiseleiter besser verständlich sind und gleichzeitig die Belastung für Anrainer reduziert wird, so die Gemeinde.

Die Maßnahmen folgen ähnlichen Regelungen, die bereits in anderen Orten der Cinque Terre, etwa in Riomaggiore, eingeführt wurden. Ziel der neuen Vorschriften ist es laut Gemeindeverwaltung, die „Ruhe und Lebensqualität der Einwohner sowie die Mobilität“ in dem stark frequentierten Küstengebiet zu schützen.

Neue Regeln gelten ab dem 1. Jänner 2027

Ausnahmen gelten für Kinder unter sechs Jahren sowie für Schulgruppen. Außerdem wird das Verweilen großer Reisegruppen in besonders engen Bereichen der Ortschaften eingeschränkt, etwa in Gassen, Treppenbereichen und an Zugangszonen. Die neuen Regeln sollen ab dem 1. Jänner 2027 in Kraft treten, um Reiseveranstaltern ausreichend Zeit zur Anpassung zu geben.

Traumhafte Aussichten und die wunderschönen Küstenorte locken Besucher aus der ganzen Welt zu den „Cinque Terre“ an der ligurischen Riviera. In den vergangenen Jahren ist die Popularität der Orte so stark gestiegen, dass die Küstenwanderung problematisch geworden ist. Um die Besucherströme zu regeln, haben die Gemeinden der Cinque Terre mehrere Maßnahmen zur Regelung der Touristengruppen eingeführt. (APA)