Tennis-Asse schlagen auf

Spiel, Satz, Start in die „stärkste Tiroler Liga aller Zeiten“

So jubelte der TC Zugvogel Schwaz in der vergangenen Saison über den zweiten Tiroler Meistertitel in Folge - mit dem aktuellen Tiroler Meister, dem 16-jährigen Lorenz Stadler.
© kristen-images.com / Michael Kristen

In der Tiroler Liga der Tiroler Tennis-Asse darf man heuer auf zahlreiche Spitzenspiele gespannt sein. Als Titelverteidiger legen los: bei den Herren der TC Zugvogel Schwaz und bei den Damen der TC Telfs. Doch beide Klubs sehen andere in der Favoritenrolle.

Innsbruck – Es ist serviert, noch vor dem ersten Service in der Tiroler Liga, dem höchstklassigsten Bewerb der Tiroler Mannschaftsmeisterschaft (TMMM). Für die Damen geht es am Samstag um 13 Uhr los, die Herren legen am Sonntag um 10 Uhr nach. Spannung ist von Beginn an garantiert, selbst wenn die letzten Entscheidungen um den Meistertitel erst dann in den beiden Finalspielen am 11. bzw. 12. Juli fallen.

Telfs kommt aus der 2. Bundesliga

Tirols Verbandsvizepräsident Daniel Gufler spricht sogar von einem historisch starken Starterfeld: „Das Niveau ist heuer bei den Herren unfassbar gut. Ich wage zu behaupten, es ist die stärkste Tiroler Liga aller Zeiten.“ Der TC Telfs komme aus der zweiten Bundesliga zurück, viele hätten sich sehr verstärkt und immer wieder würden junge Spieler nach vorne stoßen, sagt Gufler.

Junge, wie etwa Lorenz Stadler vom TC Zugvogel Schwaz. Der Milser hatte sich mit erst 16 Jahren zuletzt den Tiroler Meistertitel in der Halle gesichert und sich auch bei den österreichischen U18-Meisterschaften in Szene gesetzt. So wie im Vorjahr ebenso bei der erfolgreichen Titelverteidigung der Schwazer und teilweise auch schon im Jahr davor. „Lorenz macht uns sehr viel Freude“, sagt Schwaz‘ sportlicher Leiter Fabian Wöll mit Stolz.

Tiefstapeln statt Titelverteidigung?

Ansonsten lässt sich der Schwazer aber nicht in die Karten blicken. Auch nicht, wer schlussendlich im Bundesliga-Team, das erst nächste Woche startet, aufspielen wird und wer nicht. Nur so viel: Für junge Spieler wie Stadler gilt eine Ausnahmegenehmigung, die ihnen erlaubt, in der gleichen Runde sowohl Bundes- als auch Tiroler Liga spielen können. Zumindest das Ziel für die TMMM lässt sich Wöll entlocken: „Wir wollen wieder vorne mitspielen.“

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Bei den Damen tritt der TC Telfs als zweifacher Meister in Folge an, heuer allerdings mit Sorgen. „Lisa Schlatter und auch Franziska Donner werden nicht spielen können“, sagt Mannschaftsführerin Jana Haid, die somit zur Nummer eins aufsteigt und auch auf die Nummer drei verzichten muss. Die letzten Wochen habe sie noch einige Hände voll zu tun gehabt, überhaupt genug Spielerinnen aufzutreiben, gesteht Haid: „Wir werden sehen. Unser Ziel heißt jedenfalls Klassenerhalt.“

Reutte, Hippach, Natters

In der Favoritenrolle sieht die TC-Telfs-Spielerin andere: „Wenn alle spielen sollten, die gemeldet sind, dann sehe ich Reutte, Hippach und Natters weit vorne.“ TTV-Vizepräsident und Wettspielreferent Gufler hält die Damen-Liga heuer für sehr ausgeglichen: „Es haben einige die Chance, um den Meistertitel zu spielen. Umso spannender.“

Neu ist heuer, dass zu Pfingsten gespielt wird, im Gegensatz zu den Vorjahren. „Der Wunsch wurde uns so zugetragen und wir probieren es mal“, erklärt Gufler. Als Argument diente, dass der Pfingstdienstag kein schulfreier Tag mehr ist. So steht jetzt ein spielfreies Wochenende Anfang Juni im Kalender, rund um den Feiertag Fronleichnam, am Donnerstag, den 4. Juni. Gufler: „Wir werden sehen, wie das funktioniert. Allen kann man es sowieso nicht recht machen.“

Spieltermine Tiroler Liga

Damen, Samstag (13 Uhr), 1. Runde: TSV Raiba Hall - TC Natters, TC Wörgl - TC Telfs, TK IEV MED-EL - SV Reutte, TC Raiffeisen Hippach - TC Schlitters-Bruck-Strass.

Herren, Sonntag (10 Uhr), 1. Runde: TI Innsbruck - SV Silz, SPG Imst/Pitztal Tennis - TC Zugvogel Schwaz, TC Parkclub Igls - TK IEV-MED-EL, TC Telfs, TC Kitzbühel.

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