Tauchunglück auf den Malediven: Leichen von vier Italienern auf den Malediven gefunden
Nach dem tragischen Tauchunfall auf den Malediven wurden nun die Leichen der vier vermissten italienischen Taucher in einer Höhle in 60 Metern Tiefe geortet. Die bevorstehende Bergung wird als extrem komplex und riskant beschrieben und wurde bereits von einem weiteren Todesfall überschattet: Ein maledivischer Rettungstaucher kam bei der Suchaktion ums Leben.
Rom – Die Leichen von vier italienischen Tauchern, die am Donnerstag bei einem Tauchunglück auf den Malediven ums Leben gekommen waren, sind nach Angaben der maledivischen Streitkräfte lokalisiert worden. Die Bergung der Körper aus 60 Metern Tiefe solle in den kommenden Tagen erfolgen, teilten die Streitkräfte der Malediven „Maldives National Defence Force“ (MNDF) am Montag mit.
Die Leichen seien bei einer gemeinsamen Such- und Bergungsaktion der Küstenwache, der Polizei und eines vom italienischen Staat unterstützten Expertenteams in einer Höhle im Vaavu-Atoll entdeckt worden, erklärte die MNDF über die Plattform X. Weitere Tauchgänge seien geplant, um die Körper zu bergen. Zur Unterstützung der Bergungsarbeiten trafen am Montag drei finnische Höhlentaucher ein.
Schwierige Bergungsoperation
Die Organisation DAN Europe, mit der die finnischen Taucher zusammenarbeiten, sprach von einer „komplexen und risikoreichen Bergungsoperation“ in großer Tiefe und innerhalb eines schwer zugänglichen Höhlensystems. Die kommenden Stunden würden vollständig der Überprüfung der Ausrüstung, der Logistik, der Bewertung der Umweltbedingungen sowie der detaillierten Einsatzplanung gewidmet sein. Erschwert werden die Arbeiten zusätzlich durch schlechte Wetter- und Seebedingungen.
Bei den Opfern handelt es sich um eine 51-jährige Meeresbiologin aus Genua, um ihre 22-jährige Tochter, um eine 31-jährige Forscherin und einen 31-jährigen Taucher. Die Leiche eines fünften Gruppenmitglieds, des Tauchlehrers, war bereits am Freitag geborgen worden. Alle fünf Italiener galten als erfahrene Taucher.
Die Gruppe hatte eine Unterwasserhöhle in rund 60 Metern Tiefe erkundet. Ein Rettungstaucher der maledivischen Streitkräfte war am Samstag während der Suchaktion nach einem Tauchgang an den Folgen einer Dekompressionskrankheit gestorben. (APA)
Fataler Höhlentauchgang