WHO zunehmend besorgt: Hochgefährliche Krankheit breitet sich rasch aus
Die WHO hat wegen der Ausbreitung des Ebola-Virus, für dessen aktuelle Bundibugyo-Variante es keine zugelassenen Impfstoffe gibt, bereits eine gesundheitliche Notlage ausgerufen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich tief besorgt über die rasche Ausbreitung von Ebola im Nordosten des Kongos. Angesichts von mindestens 516 Verdachtsfällen und 131 mutmaßlichen Todesfällen im Kongo sowie einer bestätigten Infektion und einem Todesfall in der ugandischen Hauptstadt Kampala, hat die WHO die Lage als gesundheitliche Notlage eingestuft.
Besondere Sorge bereitet, dass es für die aktuell grassierende Bundibugyo-Variante des Virus, die eine Sterblichkeitsrate von bis zu 40 Prozent aufweist, bislang keine zugelassenen Impfstoffe gibt. Eine Expertengruppe berät jedoch über den möglichen Einsatz eines Vakzins, das eine gewisse Schutzwirkung gezeigt hat.
Als Reaktion auf den Ausbruch lieferte die WHO sechs Tonnen medizinische Hilfsgüter und intensiviert die Überwachung sowie die Kontaktverfolgung vor Ort. Die Bekämpfung der Seuche wird jedoch durch Angriffe von Milizen in der Region erschwert. International haben die USA eine Reisewarnung für die Demokratische Republik Kongo und deren Nachbarstaaten ausgesprochen.
Infizierter US-Amerikaner nach Deutschland gebracht
Auf Bitten der US-Behörden wurde zudem ein im Kongo infizierter Amerikaner zur Behandlung nach Deutschland gebracht, wo auch sechs weitere potenziell exponierte Personen aufgenommen werden sollen. Auch Nachbarland Ruanda reagierte und schloss seine Grenzen zum Kongo, um ein Übergreifen des Virus zu verhindern. (APA/dpa)
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