„München Mord“-Star Alexander Held mit 67 Jahren verstorben
Der deutsche Film- und Fernsehschauspieler Alexander Held, bekannt aus der ZDF-Krimireihe „München Mord“ und Filmen wie „Der Untergang“ oder „Der Schuh des Manitu“, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Der gebürtige Münchner, der zuletzt in Erl lebte, verstarb bereits am vergangenen Dienstag überraschend nach kurzer Krankheit.
München – Der Film- und Fernsehschauspieler Alexander Held ist tot. Er starb bereits am vergangenen Dienstag im Alter von 67 Jahren überraschend nach kurzer Krankheit, wie der eng mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Held lebte zuletzt im österreichischen Erl in Tirol und war unter anderem bekannt für seine Rolle in der ZDF-Krimireihe „München Mord“. Zudem spielte der gebürtige Münchner in Filmen wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Der Schuh des Manitu“ oder „Der Untergang“.
Gentleman mit Feinsinn und Witz
„Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung“, würdigte Burgemeister. Als Schauspieler sei er voller Überraschungen gewesen – mit unbeirrbarer Haltung – und habe all seinen Auftritten Tiefe verliehen. Der Produzent dankte Held für sein Vertrauen, seine enorme Loyalität und die vorbehaltlose Aufmerksamkeit, die er allen geschenkt habe.
„Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich“, sagte Burgemeister, der bei mehr als 30 Filmen mit ihm zusammengearbeitet hat.
Frank Zervos, stellvertretender Programmdirektor des ZDF meldete sich der Presseaussendung: „Wir sind sehr traurig. Wenn ich an Alexander Held denke, dann denke ich an seinen hintergründigen, melancholischen Blick, der seinem Spiel eine philosophische Note gab und an seinen feinen Humor, mit dem er seine Rollen ausstattete. Alexander Held wird dem Film und Fernsehen sehr fehlen.“
TV-Debüt bei „Derrick“
Held besaß viele Talente. Er konnte wunderschön singen – von 1968 bis 1970 war er Solosänger bei den Regensburger Domspatzen. Als Jugendlicher stand er für den Traditionsclub 1860 München im Tor und gewann mit dem Löwen fünfmal die Jugendmeisterschaften. Doch wegen einer Verletzung platzte der Traum von der Profikarriere.
Die wahre Berufung Helds wurde die Schauspielerei. Nach einer Ausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule startete er 1980 an den Münchner Kammerspielen. Weitere Stationen waren unter anderem die Freie Volksbühne Berlin unter Hans Neuenfels, das Staatsschauspiel Hannover und die Salzburger Festspiele. Sein Filmdebüt feierte Held 1993 in der Kult-Krimireihe „Derrick“. Viele weitere Auftritte folgten, auch für internationale Produktionen wie „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg.
Privat hatte Held sein Glück mit Patricia Fugger gefunden, einer gebürtigen Gräfin Fugger von Babenhausen. 2005 heirateten die beiden. Neun Jahre später dann ein Schicksalsschlag für den Schauspieler: Mit nur 51 Jahren starb seine Frau. Mit bewegenden Worten widmete er ihr nach ihrem Tod 2014 den Bayerischen Fernsehpreis als bester Serien-Darsteller. (dpa)
Meistgelesene Artikel
Eröffnung im März
Schluss nach nur zwei Monaten: Asia-Shop in Innsbrucker Innenstadt hat zugesperrt
Tödlicher Streit
Tiroler in der Schweiz erstochen: Verdächtiger stellte sich bei der Polizei
Vier Osttiroler tot
Neue Details nach Absturz: „Tiefe Betroffenheit“ in der Heimat, Ursache bleibt rätselhaft
Nach Flugzeugabsturz bei Pula
„Er hat für die Vergnügungsbranche gelebt“: Trauer um Osttiroler „Prater-Legende“
Neues Team für Tiroler
Tour-Traum lebt anderswo weiter: Giro-Held Gall könnte vor Abgang stehen