Gemeindeverband organisierte Besuch

Montenegro lernt in Tirol: Regionale Entwicklung im Fokus

Beim Besuch besichtigt wurde unter anderem das Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach.
© Alpbachtal Tourismus

Eine Delegation aus Montenegro studierte in Tirol erfolgreiche Regionalentwicklung. Zwei Tage informierten sich die Gäste über nachhaltigen Tourismus und Gemeindekooperationen im Zillertal und Alpbachtal.

Montenegro strebt den EU-Beitritt an. Daher organisierte der Gemeindeverband des Landes einen Studienbesuch in Tirol. Die montenegrinische Botschaft in Wien sowie Vertreter aus Zillertal und Alpbachtal unterstützten dies. Die Delegation wollte erfahren, wie Gemeinden Landschaft, Kultur und Betriebe entwickeln. Ziel ist der Nutzen für Bevölkerung und Gäste.

Dominik Mainusch, erster Landtagsvizepräsident, begleitete den Besuch. Er freute sich über das Interesse Montenegros. Mainusch: „Ich wünsche mir, dass wir das nun aufgebaute Verhältnis halten und stabilisieren und dass wir Montenegro – wenn sie es wünschen und brauchen – weiterhin begleiten können in ihrem strategischen Aufbau von Wirtschaftsstrukturen.“

Alpbachtal: Kultur, Zusammenarbeit, Lebensqualität

Im Alpbachtal lernte die Delegation Alpbach kennen. Das Dorf ist als "Dorf der Denker" bekannt. Der einheitliche Holzbaustil und das gewachsene Ortsbild prägen es. Alpbach trägt den Titel "Schönstes Dorf Österreichs". Tradition und Identität sind hier stark verankert. Das Congress Centrum Alpbach ist ein internationaler Treffpunkt. Es bindet regionale Betriebe eng ein.

Die Delegation aus Montenegro bei ihrem Besuch im Naturparkhaus in Ginzling.
© Zillertal Tourismus

Das Projekt "Lebensraum Alpbachtal" stand im Mittelpunkt des Austauschs. Es steuert die Entwicklung von Tourismus, Landwirtschaft und Gesellschaft. Gemeindevertreter, das Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen und der Tourismusverband Alpbachtal berichteten. Themen waren nachhaltige Tourismusentwicklung und EU-Programme. Am Reintalersee und im Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach zeigte sich die Verbindung von Natur, Barrierefreiheit und Kultur. Barrierefreie Wege und ein Inklusionspark machen den See zugänglich. Das Freilichtmuseum vermittelt Geschichte für alle.

Zillertal: Natur, Gemeinden, Wirtschaft

Der zweite Tag führte ins Zillertal. Im Naturparkhaus in Ginzling bekamen die Gäste Einblick, wie Naturtourismus und Naturschutz zusammengedacht werden. Der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen verbindet Schutzgebiete, Wanderangebote und Umweltbildung mit dem Tourismus in der Region

Danach ging es im Europahaus Mayrhofen um die Rolle der Gemeinden im Tourismus. Regionale Wirtschaftskreisläufe und touristische Infrastruktur waren weitere Themen. Vertreter des Planungsverbandes und regionaler Betriebe zeigten die Zusammenarbeit. Sie arbeiten an einer starken, aber umsichtigen Entwicklung.

Zum Abschluss besuchte die Delegation die Erlebnissennerei Zillertal. Hier zeigte sich die enge Verbindung von Landwirtschaft, regionalen Produkten und Tourismus. Milch von Bauernhöfen wird zu Käse verarbeitet. Dieser ist bei Gästen und in der Region gefragt.

Montenegros Eindrücke

Die Vertreter aus Montenegro zeigten sich beeindruckt. Nihad Canović, Bürgermeister von Plav, fasste zusammen: „Ich lernte Dinge, die wir auch in Montenegro umsetzen könnten, zum Beispiel die Art und Weise, wie die lokale Identität, Kultur und das Brauchtum das Fundament für wirtschaftliches Wachstum bilden. Besonders mag ich, wie ihr eure Geschichte und euer Erbe mit allen Gästen, die herkommen, teilt."

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