Bei Kindern beliebtes Fruchtpüree

„Alarmierende Mengen“ Mikroplastik und Chemikalien in Quetschies nachgewiesen

In getesteten Produkten wurden bis zu 11.000 Plastikpartikel pro Beutel sowie über 80 verschiedene Chemikalien gefunden.
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Greenpeace International warnt vor alarmierenden Mengen an Mikroplastik in Fruchtpüree aus Quetschbeuteln der Konzerne Nestlé und Danone. Eine Laboranalyse wies in den getesteten „Kinder-Quetschies“ bis zu 11.000 Plastikpartikel pro Beutel sowie über 80 verschiedene Chemikalien nach, darunter das potenziell hormonell wirksame 2,4-DTBP. Als Quelle der Verunreinigung gilt die Innenbeschichtung der Verpackungen aus Polyethylen (PE).

Obwohl die exakt getesteten Produkte in Österreich nicht eins zu eins verkauft werden, sind hierzulande Quetschies mit identischem Verpackungsmaterial im Handel erhältlich. Greenpeace Österreich befürchtet daher eine vergleichbare Belastung und fordert vom Gesundheitsministerium eine systematische Untersuchung der in Österreich angebotenen Produkte.

Kleinkinder besonders empfindlich auf Schadstoffe

Die Umweltschutzorganisation betont, dass Säuglinge und Kleinkinder besonders empfindlich auf Schadstoffe reagieren, da sich ihr Körper in kritischen Entwicklungsphasen befindet. Greenpeace appelliert an die Hersteller, den Einsatz von Einweg-Plastik zu beenden und fordert von der EU, die Produktion zu senken und den Umstieg auf Mehrwegsysteme zu forcieren.

Nestlé Österreich betonte, die getesteten Produkte seien nicht Teil des Nestlé-Österreich-Sortiments. „Wir verstehen die in diesem Bericht geäußerten Bedenken“, stellte eine Sprecherin gegenüber der APA fest. „Wir nehmen unsere Verantwortung bei der Ernährung von Babys äußerst ernst und wenden strenge Kontrollen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette an – einschließlich einer sorgfältigen Auswahl und Steuerung unserer Verpackungsmaterialien.“ (TT.com, APA)

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