Keine Angst vorm Krankenhaus: Spende von Peter Habeler ermöglicht „Teddymalbuch“
Am BKH St. Johann nimmt man Kindern mit dem „Teddykrankenhaus“ spielerisch die Angst vor Untersuchungen und Co. Durch eine Spende von Bergsteigerlegende Peter Habeler wurde nun ein eigenes „Teddymalbuch“ möglich.
St. Johann i.T. - Ein verletzter Teddy, ein echtes Röntgenbild, ein Gipsverband – und viele neugierige Kinderaugen: Im Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol wird Kindern im sogenannten „Teddykrankenhaus“ schon seit vielen Jahren auf spielerische Weise gezeigt, was bei Untersuchungen passiert. Nun gibt es dazu ein eigenes Teddymalbuch.
Möglich gemacht hat das Projekt Extrembergsteiger Peter Habeler. Er war im vergangenen Jahr zu Gast bei einem MitarbeiterInnenfest des Bezirkskrankenhauses, hielt dort einen Vortrag und spendete seine Gage anschließend dem Teddykrankenhaus. Mit dieser Unterstützung konnte das Projekt nun umgesetzt werden: ein Malbuch für die jüngsten Patientinnen und Patienten.
Habeler kam zur Übergabe
Bei der Übergabe der frisch gedruckten Malbücher ließ es sich Peter Habeler nicht nehmen, persönlich ins Krankenhaus zu kommen. Für die Verantwortlichen des Teddykrankenhauses, Sara Kranebitter und Xaver Groll, sowie für Verbandsobmann Paul Sieberer signierte er einige Exemplare.
Habeler war sichtlich begeistert: „Also, das ist wirklich etwas Tolles und eine super Idee. Da hab ich jetzt richtig selber eine Freude mit diesem Malbuch!" Einige Bücher nahm er gleich mit – „für de Letzn“, wie man im Zillertal zu kleinen Kindern sagt.
Zu Besuch im „Teddykrankenhaus“
Was steckt dahinter? Im Herbst und Frühling kommen jeden Mittwoch Vorschulkinder aus dem Bezirk Kitzbühel und angrenzenden Regionen ins „Teddykrankenhaus“. Dort begleiten sie einen verletzten Teddy von der Aufnahme über die Untersuchung bis zum Röntgen und Gipsverband. Auch eigene Stofftiere und Puppen dürfen mitgebracht und versorgt werden. Es wird Fieber gemessen, Blutdruck kontrolliert, verbunden, geklebt und alles genau erklärt.
Die Idee dahinter: Kinder sollen das Krankenhaus nicht als etwas Bedrohliches erleben, sondern als Ort, an dem geholfen wird. Wie gut das funktioniert, zeigte sich an einem kleinen Patienten, der nach einem Unfall in die Notaufnahme kam und selbstbewusst erklärte: „Ich weiß schon was ihr jetzt alles mit mir macht, ich war beim Teddykrankenhaus!“, lautet eine nette Anekdote aus dem Krankenhaus.
Gegen Spende im Krankenhaus-Café erhätlich
Und künftig erhalten alle Kinder, die das Teddykrankenhaus besuchen, ein eigenes Teddymalbuch geschenkt. Zusätzlich sind sie im Café Vital im Bezirkskrankenhaus St. Johann gegen eine freiwillige Spende erhältlich. Mit den Spenden soll bereits die nächste Auflage finanziert werden.
Kommentare