Teil von Gaza-Hilfsflotte

Ex-ÖSV-Abfahrer bei Rückkehr aus Israel vorübergehend festgenommen

Julian Schütter (Mitte) und seine MitstreiterInnen bei der Ankunft der österreichischen Gaza-Aktivisten der "Global Sumud Flotilla" in Wien-Schwechat.
© APA/Fohringer

Der frühere ÖSV-Abfahrer und Aktivist Julian Schütter ist am Montag nach seiner Rückkehr aus Israel am Flughafen Wien-Schwechat vorübergehend festgenommen worden. Schütter war Teil einer Gaza-Hilfsflotte, die zuvor von Israel in internationalen Gewässern gestoppt worden war. Die Aktivisten hatten versucht, mit Hilfsgütern die israelische Seeblockade zu durchbrechen.

Polizei spricht von „Lärmereignis“

Am Flughafen kam es laut Landespolizeidirektion Niederösterreich zu einem „Lärmereignis“, als Schütter und weitere Aktivisten lautstark pro-palästinensische Parolen riefen. Da sich der ehemalige Skirennläufer einer Identitätsfeststellung verweigert habe, sei er festgenommen worden.

Schütter ortet „Brutalisierung“

In einem Video wirft Schütter der Polizei „Brutalisierung“ vor und zeigt blaue Flecken, die ihm von österreichischen und israelischen Sicherheitskräften zugefügt worden sein sollen. Die Polizei bestätigte, dass es bei dem Einsatz zu Hämatomen gekommen sei, führte dies aber darauf zurück, dass Schütter nicht kooperiert habe.

Gegen Schütter wurde Anzeige wegen Lärmerregung und Ordnungsstörung erstattet. Er wurde nach der Identitätsfeststellung wieder freigelassen. Der Vorfall wird zudem der Staatsanwaltschaft vorgelegt. (TT.com, APA)

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