Er löst Hans Reisch ab

Wieder Tiroler an der Spar-Spitze: Markus Kaser soll Führung übernehmen

Tiroler übergibt in gut eineinhalb Jahren das Ruder an Tiroler: Markus Kaser (links) und Hans K. Reisch, der Ende 2027 in Pension gehen wird.
© Spar/Eva trifft Fotografie

Österreichs Lebensmittelhandel-Marktführer Spar wird ab dem Jahr 2028 erstmals von einem Vorstandsvorsitzenden geführt, der nicht aus den drei Gründerfamilien Drexel, Poppmeier und Reisch stammt.

Die Konzernspitze bleibt dabei auch künftig in Tiroler Hand: Auf Hans K. Reisch, der Ende 2027 mit Reisch nach 27 Jahren im Spar-Vorstand und vier Jahren als oberster Chef mit 65 Jahren laut Firmenstatut in Pension gehen wird, folgt dann Markus Kaser. Der 54-Jährige ist seit 2021 im Vorstand und aktuell bereits stellvertretender Vorstandschef.

„Gerade in einem anspruchsvollen Umfeld ist es wichtig, rechtzeitig Klarheit zu schaffen und damit Stabilität, Orientierung und Sicherheit für unser Unternehmen zu gewährleisten“, kommentierte der ehemalige Spar-Konzernchef und aktuelle Spar-Österreich-Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Drexel die sehr frühzeitig getroffene Personalentscheidung. Ebenfalls Ende 2027 in Pension gehen wird Marcus Wild. Paul Klotz bleibt weiterhin im Vorstand, neu in diesen einziehen werden mit Johannes Holzleitner, Gerhard Wandl sowie Tanja Wiesmann drei weitere langjährige Spar-Führungskräfte, so Drexel.

Spar weiter in Familienbesitz

Spar war 1954 von Reischs Großvater Hans F. Reisch gegründet worden, als er in Kufstein mit 100 selbstständigen Kaufleuten die Handelsvereinigung Spar Tirol/Pinzgau gegründet hatte. Heute gehört Österreichs größter Handelskonzern zu 93 Prozent den Familien Drexel, Poppmeier und Reisch, den Rest besitzen einige Privatpersonen. Traditionell rotierte die Konzernchef-Position bisher zwischen den Gründerfamilien.

Spar hat 3326 Handelsstandorte in Österreich und fünf Nachbarländern und im Vorjahr einen Verkaufsumsatz von 22,3 Mrd. Euro erwirtschaftet. In Summe arbeiteten zuletzt über 93.000 Mitarbeiter:innen bei Spar, etwa 51.000 davon allein in Österreich.