„Tatort“-Schauspielerin Swetlana Schönfeld gestorben
Berlin – Die Schauspielerin Swetlana Schönfeld ist tot. Sie starb bereits am 17. Mai nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Berlin, wie die Schauspielagentur Windhuis unter Berufung auf ihre Familie mitteilte. Die Beisetzung ist in engem Kreis geplant.
Schönfeld war viele Jahre Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters und des Berliner Ensembles. Sie spielte am Deutschen Theater, der Schaubühne am Lehniner Platz, bei den Salzburger Festspielen und der Ruhrtriennale. Im Laufe ihrer langen Theaterkarriere hat sie mit bekannten Regisseuren wie Thomas Langhoff, Luc Bondy, Andrea Breth und Claus Peymann zusammengearbeitet.
Auch in vielen Fernsehrollen
Ihre Film- und Fernsehkarriere begann sie bei der DEFA in der DDR. Bereits 1977 gewann sie den Ernst-Zinna-Preis als beste Schauspielerin. Seit den 1990er-Jahren war sie außerdem in zahlreichen Film- und vor allem Fernsehproduktionen von „Soko Wismar“ bis „Bettys Diagnose“ zu sehen.
Unter anderem verkörperte sie von 2008 bis 2012 die Mutter der Kommissarin Saalfeld im „Leipziger Tatort“ und war in Serien-Rollen wie in „Das Institut – Oase des Scheiterns“, „Frau Jordan stellt gleich“ und „Rentnercops“ zu sehen.
Außerdem wirkte sie in vielen Filmprojekten mit, darunter in „Die letzten Millionen“ (Regie: Udo Witte), „Vorsicht vor Leuten“ (Regie: Arne Feldhusen), „Vier gegen die Bank“ (Regie: Wolfgang Petersen) und „Mit der Faust in die Welt schlagen“ (Regie: Constanze Klaue). Bei dem Film „Und der Zukunft zugewandt“ (Regie: Bernd Böhlich) war ihre Familiengeschichte Grundlage für das Drehbuch. (APA, dpa)
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