Vorletzter: Klimaschädliche Emissionen gehen in Tirol auf lange Sicht langsamer zurück
Das Umweltbundesamt legte die CO₂-Bilanz der Bundesländer für das Jahr 2024 vor und zeigt, wie sich die Emissionen in den vergangenen 20 Jahren entwickelt haben.
Verkehr, Industrie, Gebäude und Landwirtschaft: In dieser Reihenfolge listet das Umweltbundesamt (UBA) die größten Emittenten von klimaschädlichem CO₂ in Tirol auf. In einem neuen Bericht gibt das UBA Auskunft darüber, wie sich die Emissionen seit dem Jahr 2005 entwickelt haben. Das Ergebnis: Wie in allen anderen Bundesländern waren sie auch in Tirol rückläufig. Im Vergleich liegt Tirol aber an vorletzter Stelle. Geringer war der Rückgang nur in Oberösterreich.
Österreichweit 30 Prozent weniger CO₂ in 20 Jahren
Der aktuelle Bericht des UBA gibt einen Überblick auf die Emissionen im Jahr 2024 – und zeigt, wie sich diese in einem Zeitraum von rund 20 Jahren entwickelt haben. Österreichweit wurden mit rund 66,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent 2024 um 28 Prozent weniger Treibhausgase emittiert als 2005.
Niederösterreich verzeichnete in dieser Zeit mit einem Minus von 35 Prozent den größten Rückgang, knapp gefolgt von Wien (34 Prozent), Kärnten und Steiermark kamen auf 33 Prozent. Salzburg lag genau im österreichischen Durchschnitt. Das Burgenland (27 Prozent) und Vorarlberg (25 Prozent) lagen knapp darunter. Tirol mit 20 Prozent bzw. Oberösterreich mit 18 Prozent landeten auf den hinteren Plätzen.
Burgenland und Wien im Jahresvergleich vorne
Das UBA vergleicht 2024 außerdem mit dem Vorjahr 2023. In diesem Jahr gingen die Emissionen 2024 in ganz Österreich um 3,0 Prozent bzw. rund 2,0 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalent zurück. Vorarlberg, Ober- und Niederösterreich sowie die Steiermark lagen hier unter dem österreichischen Durchschnitt. Das Burgenland und Wien erreichten mit jeweils Minus 5,1 Prozent die größten Reduktionen. In Tirol betrug das Minus im Jahresvergleich 3,9 Prozent
2024 war laut UBA „weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten und einer rückläufigen Wirtschaftsleistung geprägt“. Zugleich waren die Temperaturen milder als im Jahr zuvor. Eine wichtige Rolle für den Emissionsrückgang spielten laut UBA jedoch auch klima- und energiepolitische Maßnahmen, darunter Förderprogramme, die CO₂-Bepreisung und der Ausbau erneuerbarer Energien.
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