Auch zweiter Test negativ: Ebola-Verdacht bei Oberösterreicherin nicht bestätigt
Die 19-Jährige war zu Pfingsten aus Uganda zurückgekehrt. Sie hatte dort seit August des Vorjahres in einem Waisenhaus gearbeitet.
Nach dem Ebola-Verdacht bei einer 19-jährigen Oberösterreicherin, die sich derzeit in der Wiener Klinik Favoriten befindet, hat der Wiener Gesundheitsverbund (Wigev) am Freitagnachmittag Entwarnung gegeben. „Nachdem bereits der erste Test negativ ausgefallen ist, hat auch die zweite spezialisierte Laboruntersuchung keinen Hinweis auf eine Ebola-Infektion ergeben“, sagte eine Sprecherin. Damit war der Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus ausgeräumt.
Die Frau werde jedoch weiter betreut und entsprechend der Situation versorgt. Zur tatsächlichen Diagnose der Patientin wurde nichts bekannt gegeben. Der Wigev verwies in diesem Zusammenhang auf den Datenschutz.
Mutter holte die junge Frau in Schwechat ab
Die 19-Jährige war laut Gesundheitsministerium am Pfingstmontag aus Uganda zurückgekehrt und mit dem Flugzeug am Airport Wien-Schwechat angekommen. Dort holte ihre Mutter sie ab und fuhr mit ihr in ihre Heimat im oberösterreichischen Mühlviertel.
Zwei Tage später verspürte die junge Frau Krankheitssymptome und wurde ins Ordenskrankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz eingeliefert. Tochter und Mutter wurden unter Quarantäne gestellt. In Abstimmung mit dem Magistrat Linz hatte man sich im Falle einer tatsächlichen Ebola-Erkrankung auf weitere Schritte vorbereitet. Am Donnerstag erfolgte die Überstellung nach Wien.
Als Freiwillige im Einsatz
Die Frau hatte seit August 2025 in Kampala in Uganda in einem Waisenhaus gearbeitet. Sie war über die Caritas als Freiwillige dort im Einsatz, berichtete Thomas Rassinger, Leitung Einsatzmanagement Internationale Programme bei der Caritas.
Wegen des Ebola-Ausbruchs im Kongo sei man in „aktiver Beobachtung“ gewesen, so Rassinger weiter. Nachdem ein Ausbreiten der Krankheit auf die Nachbarländer nicht ausgeschlossen werden könne, habe die Caritas die Heimreise der Oberösterreicherin und weiterer Mitarbeiter organisiert. (APA, TT)
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