Neuer Parteichef

Führungswechsel in der Krise: Die deutsche FDP ringt um ihr Überleben

Wolfgang Kubicki (74) will seine Partei retten.
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Wolfgang Kubicki soll bei einem Parteitag zum neuen Chef der einstigen Regierungspartei gekürt werden. Die Wählerinnen und Wähler sind skeptisch.

Berlin – Die Deutschen sind skeptisch, ob der einstigen Regierungspartei FDP mit einer neuen Führung ein Comeback gelingen kann. Einer aktuellen Umfrage zufolge trauen nur jede und jeder Vierte der Partei zu, es wieder in den Bundestag zu schaffen. Zwei Drittel sehen keine Chance.

An diesem Wochenende ringen die deutschen Liberalen um ihre vielleicht letzte Chance für ihr politisches Überleben. Bei einem Parteitag in Berlin wollen sie den Rechtsanwalt und früheren Bundestags-Vizepräsidenten Wolfgang Kubicki (74) an die Spitze wählen.

Nur mehr in sechs Landesparlamenten

Kubicki übernimmt eine Partei am Boden. Im Februar vergangenen Jahres flog die Partei aus dem Bundestag. Sie sitzt nur noch in sechs von 16 Landesparlamenten.

Dem künftigen Parteichef ist die Lage bewusst. „Ich glaube nicht, dass die Partei lange Zeit hat, Vertrauen zurückzugewinnen“, sagt er. Kubicki kann auf seine persönliche Bekanntheit setzen, die er durch teils kontroverse Aussagen erlangt hat. (dpa, TT)