Genehmigung liegt vor: Seefeld zieht Schlussstrich unter die WM 2019
Über sieben Jahre nach der 52. Nordischen Skiweltmeisterschaft kann Seefeld das Thema endgültig abhaken. Nun wollen Gemeinde und Tourismusverband nach vorne schauen.
Eigentlich war mit einer Vereinbarung, die die Gemeinde, der Tourismusverband und die WM-Sportanlagen Seefeld-Tirol GmbH wie berichtet 2024 vorgelegt haben, alles in die Wege geleitet: Darin erklärte sich der TVB bereit, ein ehemals gegebenes Darlehen in einen Investitionszuschuss umzuwandeln sowie weitere 1,4 Millionen Euro an WM-Zuschuss zu übernehmen. Im Gegenzug übertrug die Gemeinde das Technical Center, das im Rahmen der WM errichtet worden war, an den Tourismusverband. Dieser nutzt die Gebäude unter anderem als Bauhof und kommt den WM-Betriebsauflagen, die bis Ende 2040 festgeschrieben wurden, nach.
Das Geld floss dann im August 2024, die Vereinbarung wurde um den Jahreswechsel 2024/25 unterzeichnet. Doch dann hieß es für die Beteiligten erst einmal warten: „Ohne Genehmigung durch die Finanzprokuratur wäre die Vereinbarung wertlos gewesen, erklärt TVB-Geschäftsführer Elias Walser. Da diese nun erfolgt ist, können Gemeinde und Tourismusverband nach vorne schauen.
„Endlich nicht mehr nachhaken“
Die WM 2019 hat die Beteiligten in den vergangenen Jahren viele Nerven gekostet. Als es nach dem Ende der 52. Nordischen Skiweltmeisterschaft an die Abrechnung ging, standen hohe Schulden und Förderrückzahlungen im Raum. Wenig später verkündete der damalige Bürgermeister seinen Rücktritt aus privaten Gründen. Auch seinem Nachfolger gelang es nicht, das Thema nachhaltig zu lösen. Auch er warf das Handtuch. Wenig später löste sich der gesamte Seefelder Gemeinderat auf.
Bürgermeisterin Andrea Neuner hat von Anfang an klar gemacht, dass das Thema WM-Schulden ganz oben auf ihrer Liste steht. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband sei diese „für alle Parteien gute Lösung“ erzielt worden, hält sie fest. „Das beste daran ist“, fügt sich lachend hinzu, „dass ich endlich wieder entspannt ins Landhaus fahren kann. Die ewige Bitte, ob nochmals in Wien nachgehakt werden könnte, war mir schon sehr unangenehm.“ (TT)
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