Kletterer stürzte im Trentino in den Tod, Wanderer starb bei Absturz am Gran Paradiso
Bei zwei schweren Bergunfällen in den italienischen Alpen sind am Samstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Unfall ereignete sich in den Dolomiten im Trentino, der andere am Nordhang des Gran Paradiso im Aostatal.
Trient – Ein 32-jähriger Kletterer ist am Samstag auf der legendären „Via Livanos“ in der Südwestwand der Rotwand (2.806m) im Trentiner Rosengartengebiet ums Leben gekommen. Der im Trentino wohnhafte Mann war gemeinsam mit seinem Bergkameraden in die knapp 500 Meter lange Kletterroute gestartet, wie die Rettungseinheiten berichteten. Auf der zweiten Seillänge im Vorstieg stürzte der 32-Jährige rund 30 Meter ins Seil und schlug gegen die Felswand.
Sein Kletterpartner, der ihn sicherte, schlug sofort Alarm. Für den Bergsteiger kam jede Hilfe zu spät, die Bergrettung aus Fassa wurde mit dem Notarzthubschrauber zur Absturzstelle geflogen und zum verunglückten Bergsteiger abgeseilt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kletterers feststellen. Der Leichnam wurde ins Tal geflogen. Die Ursache für den tödlichen Absturz ist unklar.
Hilfe kam zu spät
Ein 54-Jähriger aus der lombardischen Provinz Como stürzte am Samstag wenige Meter unterhalb des Gipfels des Gran Paradiso rund 500 Meter in die Tiefe. Er war gemeinsam mit seinem Bruder und einem Freund unterwegs. Die drei Alpinisten gingen ungesichert. Der 54-Jährige befand sich einige Meter vor seinen Begleitern, als er ausrutschte und vor deren Augen abstürzte. Die beiden konnten nur noch die Rettungskräfte alarmieren.
Wenige Minuten später traf ein Rettungshubschrauber mit Bergrettern und einem Notarzt am Unfallort ein. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die beiden unverletzten Begleiter wurden von Einsatzkräften aus der Wand geborgen und nach Courmayeur gebracht. (APA)
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