Bahn-Sperre zwischen München und Rosenheim wird zweigeteilt, Zumtobel erfreut
München – Die für den Güterverkehr auf der Brennerstrecke wichtige Bahnstrecke München-Rosenheim in Bayern wird nicht wie ursprünglich geplant fast das komplette erste Halbjahr 2028 lang generalsaniert und damit gesperrt. Stattdessen würden die Arbeiten auf zwei Bauphasen in den Jahren 2028 und 2031 verteilt, teilte die Bahninfrastrukturgesellschaft DB InfraGO laut deutschen Medien mit. Die erste Phase stehe von Mitte Februar bis Mitte April 2028 an. Erfreut zeigte man sich in Tirol.
"Diese Reduktion der Bahnsperre in Bayern von sechs auf zwei Monate im Jahr 2028 ist ein wichtiges Signal für die verladende Wirtschaft, dass auf Ihre Anliegen Rücksicht genommen wird", erklärte Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ). Eine sechsmonatige Sperre des Brennerkorridors wäre eine "Katastrophe für den Güterverkehr auf der Schiene" gewesen, so Zumtobel.
Der Landesrat bedankte sich bei der Deutschen Bahn (DB) und insbesondere bei Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Dieser habe "mit seinen Kontakten nach Berlin die Weichen für eine gute Lösung für alle gestellt." Er selbst habe zudem bei seinem Besuch bei Bernreiter in München im Sommer 2025 das Thema intensiv besprochen. "Und nun gibt es diesen Kompromiss", zeigte sich Tirols Verkehrslandesrat erleichtert. Die bayerische Staatsregierung soll lange für eine solche Planänderung gekämpft haben, hieß es.
Im Zuge der in der ersten Sanierungsphase im Jahr 2028 vorgesehenen Arbeiten sollen die Fernbahngleise komplett gesperrt werden. Schwerpunkt seien der Austausch alter Stellwerke sowie Arbeiten an Gleisen und Weichen. Überregionale Züge sollen umgeleitet werden, im Nahverkehr seien Ersatzbusse vorgesehen. Die zweite Etappe der Arbeiten erfolgt dann im ersten Halbjahr 2031 - und zwar bis zu 16 Wochen, eventuell kürzer. Dabei werden laut DB InfraGO die Erneuerung von Gleisen, Weichen, Oberleitung, Brücken und Bahnhöfen im Fokus stehen. Durch den neuen Zeitplan sollen die Auswirkungen auf den Bahnverkehr möglichst gering ausfallen.
Wichtige Verbindung
Die Strecke zählt zu den wichtigsten Bahnverbindungen Bayerns und ist von großer Bedeutung für den im Bau befindlichen Brennerbasistunnel (BBT). Auf dem Hochleistungskorridor fahren den Berichten zufolge im Schnitt täglich 96 Güter-, 64 Fern- und 132 Regionalzüge. (TT.com, APA)
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