Fast überall ausverkauft

G‘riss um Helene-Fischer-Barbie: Fan-Artikel lösen bei bekannter Kaffee-Kette einen Hype aus

Helene Fischer kooperiert mit Tchibo.
© ORF/ipImedia/Peter Krivograd

Zwischen Kaffeekapseln und ganzen Bohnen ist sie der Star in den Tchibo-Filialen – die Helene-Fischer-Barbie. Kaum angeboten, ist sie auch schon wieder weg und beinahe überall ausverkauft. Nicht nur die Kleinen stehen auf die 29 cm-Version der deutschen Schlagersängerin.

Die Kunden sind atemlos. Bei Tchibo gibt es für eine kurze Zeit eine Barbie Puppe mit exklusivem Signatur-Aufkleber von Helene Fischer und die Fans wollen das Objekt der Begierde. Der deutsche Schlagerstar kooperiert für eine gewisse Zeit mit dem Kaffeeröster-Unternehmen. Seit 25. Mai gibt es in den Filialen, online und in ausgewählten Supermärkten die „Barbie x Helene Fischer“-Kollektion, darunter Accessoires, Fan-Artikel und besagte Puppe, die zwar nicht dem Original von Mattel entspricht, aber dennoch heiß begehrt und in einzelnen Filialen vergriffen ist. „Ich habe leider keine mehr erwischt“, ärgert sich eine Tirolerin, kurz nachdem sie die Puppe im Werbe-Flyer entdeckt hat. Man muss offensichtlich schnell sein.

„Ja, es herrscht ein riesiger Hype um Helene Fischer“, bestätigt Manuela Schneider, zuständig für die Pressearbeit bei Tchibo/Eduscho. Nicht nur Kinder würden für XS-Helene Schlange stehen. „Ich war selbst in Filialen vor Ort und habe gesehen, wie ein Opa für seine Enkelin eine Barbie gekauft hat, daneben stand eine Dame ganz in Pink gekleidet und wollte die Puppe ebenso“, lacht Schneider. Die schlechte Nachricht für Fans: Leider gibt es die Barbie nur, solange der Vorrat reicht. „Es lohnt sich trotzdem noch, in einigen Filialen reinzuschauen“, so Schneider.

Seit 25. Mai gibt eine Barbie Puppe mit exklusivem Signatur-Aufkleber von Helene Fischer bei Tchibo - solange der Vorrat reicht. Hinweis: Die Puppe ist nicht das Original von Mattel.
© Barbie x Helene Fischer Kollektion bei Tchibo/Mattel

Sie ist nur 29 Zentimeter klein, aber eines kann Barbie wie eine Große: polarisieren. Mit ihren Beinen bis zum Hals und ihrer Wespentaille hat die Traumfrau aus Plastik nicht nur Fans. Kritiker werfen ihr vor, Kindern ein völlig irreales Körperbild vorzugaukeln. Mit ihren Proportionen, die den Maßen 99 - 46 - 84 entsprechen würden, wäre die „Pink Beauty“ gar nicht lebensfähig. Ihr Unterleib biete gar nicht genug Platz für alle Organe.

Pink Beauty in Plastik

Doch Barbie trotzt bösen Zungen und ist nicht unterzukriegen. Vor allem seit dem Film „Barbie“, der 2023 in den Kinos lief, ist die Kritik um die Puppe in Pink verstummt. Barbie ist richtig cool geworden. Und für Promis ist es eine Ehre, wenn sie der Spielzeughersteller Mattel mit einer Mini-Version ehrt. Königin Camilla, Claudia Schiffer, Heidi Klum, Kylie Minogue, Shania Twain, Cher oder Beyoncé - sie alle wurden bereits zur Barbie. Und kürzlich auch Schlagerstar Helene Fischer.

Die 41-Jährige teilte am 8. März, am Weltfrauentag, auf Instagram ein Foto, auf dem sie eine Barbie mit langen blonden Haaren in den Händen hält und anlächelt. Die Barbie hält ein Mikrofon in der Hand und trägt ein blau-glitzerndes Kleid, das dem der deutschen Sängerin ähnelt. „Es ist eine unglaublich besondere Anerkennung und erfüllt mich mit großem Stolz, dass mir eine Barbie gewidmet wird", schrieb Fischer dazu.

Mit dem Film „Barbie“ mit mit Margot Robbie und Ryan Gosling ist der Kult um die Puppe wieder neu entflammt.
© Warner/ORF

Vom Rockstar bis zur Kanzlerin

1959 kam Barbie in die Spielzeugläden der USA. Damals trug sie einen schwarz-weiß gestreiften trägerlosen Badeanzug. Erfinderin der Barbie war die Amerikanerin Ruth Handler (2002), die den US-Spielzeugkonzern Mattel mitbegründete. Handler benannte Barbie nach ihrer Tochter Barbara. 1961 schufen Ruth und ihr Mann Elliot ( 2011) Barbies Gefährten Ken, den sie nach ihrem Sohn benannten. Heute lebt nur noch Barbara.

Auch Königin Camilla wurde eine eigene Barbie gewidmet.
© IMAGO/i-Images / Pool

Barbie passte sich stets den Gegebenheiten der Zeit an. 1970 trug die Puppe noch einen braunen Malibu-Teint, etwas später noble Blässe. Barbie ließ kaum einen Beruf aus. Sie war Ärztin, Archäologin, Rockstar oder Fußballerin. Nur Pfarrerin war sie anscheinend nie. Barbie gebar Kinder, schlüpfte je nach Anlass in die Rolle der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel oder in jene von Kate Middleton.

Sie trug in den 60er-Jahren Kostüme à la Jackie Kennedy, in den 80er-Jahren Aerobic-Dress und jüngst ein Dirndl oder ein einkarätiges Diamantencollier (siehe rechts). Nebenbei führte die Plastikpuppe eine moderne Beziehung mit ihrem Dauerfreund Ken, der sieben Jahre aus dem Barbiehaus verbannt wurde, aber pünktlich am Valentinstag 2011 wieder zurückkehrte.

Barbie ist im Laufe der Zeit in die unterschiedlichsten Rollen geschlüpft.
© GABRIEL BOUYS

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