Hauswand als Grab

Frauenleiche in Niederösterreich einbetoniert gefunden: Obduktion angeordnet

In Münchendorf im Bezirk Mödling wurde am vergangenen Donnerstag die verweste Leiche einer seit Längerem vermissten Pensionistin in einer Hauswand einbetoniert aufgefunden. Nun soll eine Obduktion die Todesursache klären.

Münchendorf, Wien – Eine eingemauerte Tote ist vergangenen Donnerstag in Münchendorf (Bezirk Mödling) entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Wien hat eine Obduktion angeordnet, sagte Sprecherin Nina Bussek am Mittwoch auf Anfrage zu einem Heute-Bericht. Die Sprecherin bestätigte ein Ermittlungsverfahren nach dem Fund einer Frauenleiche. Zu weiteren Details hielt sie sich bedeckt. Der Gratiszeitung zufolge war der verweste Leichnam einer Pensionistin in der Wand eines Hauses einbetoniert.

Todesursache und -zeitpunkt standen vorerst nicht fest. Bei der Verstorbenen soll es sich um eine Frau handeln, die bald 100 Jahre alt geworden wäre. Sie wurde als vermisst gemeldet. Die Polizei hatte die Feuerwehr am frühen Abend des 28. Mai um Unterstützung bei einer Tür-Notöffnung gebeten, berichtete Heute. Bei dem Gebäude handelte es sich laut Kronen Zeitung um den Zweitwohnsitz der Pensionistin, Spürhunde nahmen eine Fährte auf und führten die Ermittler zu einer Hauswand am Abgang zum Keller. Dort soll die einbetonierte Leiche gefunden worden sein.

Ermittlungen laufen

Ermittelt werde in alle Richtungen - möglich ist den Zeitungen zufolge auch ein Sozialleistungsbetrug. Demnach könnte die Frau bereits vor Jahren nach einem natürlichen Tod einbetoniert worden sein, um weiterhin ihre Pension zu beziehen. Gefahndet werde nach dem im Ausland lebenden Sohn der Seniorin, berichtete die Kronen Zeitung online. (APA)