Junge Kunst trifft altes Handwerk: Kreative Köpfe stellen im Zunftmuseum aus
Zehn Absolventinnen der Fachschule für Kunsthandwerk und Design Elbigenalp präsentieren ihre Abschlussarbeiten im Zunftmuseum Bichlbach. Die Ausstellung „Kunst der kreativen Köpfe“ läuft noch bis 28. Juni.
Bichlbach – „Kunst der kreativen Köpfe“, so lautet der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum Sonntag, 28. Juni, im Zunftmuseum in Bichlbach zu sehen ist. Im Mittelpunkt stehen dabei die Abschlussarbeiten und weitere Werke von zehn Absolventinnen der Fachschule für Kunsthandwerk und Design in Elbigenalp.
Schon die Vernissage war gut besucht. Aus der Sparte Bildhauerei sind Werke aus Holz, Stein, Ton oder Bronzeguss zu bewundern, während aus der Sparte Malerei nicht zuletzt Bleistiftzeichnungen und Ölmalereien großes Lob erhielten.
Die Schülerinnen der „Schnitzschule“ (unter diesem Namen ist die Bildungseinrichtung weithin bekannt) stammen aus den verschiedensten Landesteilen Tirols.
Die 17-jährige Marina Kühlechner kommt aus Angerberg im Bezirk Kufstein. Nach ihrem Abschluss in Elbigenalp zieht es sie nach Bad Tölz, um sich im Restaurierungsbereich weiterzubilden, denn sie interessiert sich auch sehr für Kunstgeschichte und historische Objekte.
Der Holzbildhauerei hat sich wiederum Lilo Schaber (19) aus Wildermieming verschrieben. Ihr Fernziel: der Meisterbrief. Ihr Abschlussprojekt trägt den Titel „Perspektive zum Thema Zweiseitigkeit“.
Der „Zeit zwischen Anfang und Ende“ widmete sich Melanie Gostner (17) aus Hall in ihrer Arbeit. Der Schwerpunkt ihrer Ausbildung lag bei Malen, Vergolden und Schriftdesign. Und das möchte sie auch in ihrer beruflichen Zukunft miteinander verbinden.
„Zwischen Werden und Sein“ bewegte sich schließlich Kimmy Kircher (19) aus Tannheim in ihrem Projekt, das ihr Interesse für Philosophie widerspiegelt. Sie fasziniert zudem die Steinbildhauerei, daher möchte sie Holz und Stein miteinander verbinden.
Die Arbeiten spiegeln unterschiedliche Persönlichkeiten wider. Trotzdem verbindet alle die Leidenschaft für künstlerisches Gestalten. Dass die Ausstellung überhaupt zustande kam, dafür zeichnet Madlen Zabernig, ebenfalls Schülerin der Fachschule, verantwortlich. Sie hatte Walter Feineler, den Obmann der Kulturrunde Bichlbach, für dieses Ausstellungsprojekt begeistern können.
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