Von Kinder-Idee zur Umsetzung

Neonorange für mehr Sicherheit: Gratis Schwimmbojen-Verleih am See Weißlahn gestartet

Zehn dieser Bojen stehen ab sofort an dem beliebten Badesee in Terfens bereit.
© KFV/Mirka Huber

Um Badeunfälle vorzubeugen, stehen am beliebten Badesee in Terfens ab sofort zehn Exemplare zum Ausleihen bereit. Eine ähnliche Aktion gibt es österreichweit sonst nur am Bodensee.

Terfens – Auch wenn das Wetter gerade anders ausschaut – die Badesaison steht vor der Tür. Um die Sicherheit der Gäste zu erhöhen, gibt es am Badesee Weißlahn in Terfens nun zehn Schwimmbojen, die kostenlos ausgeliehen werden können. Durch ihre neonorange Farbe sollen sie vor allem die Sichtbarkeit erhöhen und bieten Auftrieb in Notsituationen.

Zur Verfügung gestellt wurden die Bojen vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Die Wasserrettung Schwaz begrüßt und unterstützt die Initiative ebenso. Besonders freut sich auch der Kindergemeinderat Terfens, der sich im Rahmen eines Wettbewerbs zum Thema „Sicherheit“ mit dem Thema „Schwimmbojen“ beschäftigte. Nach dem Bodensee ist der Badesee Weißlahn damit nun der zweite See in Österreich mit diesem Angebot.

Einfache Handhabung

Badegästen soll dadurch auch die Möglichkeit geboten werden, die Vorteile von Schwimmbojen kennenzulernen, so Bürgermeister Florian Gartlacher. Sie machen SchwimmerInnen besser erkennbar, bieten bei Krämpfen, Erschöpfung oder Schwindel Ruhe und Auftrieb und dienen im Notfall als sichtbares Notsignal.

Die Handhabung ist einfach: Boje entnehmen, bei Bedarf Wertgegenstände im wasserdichten Staufach verstauen, Hüftgurt anlegen und nach dem Schwimmen wieder zurückhängen.

Auch praktisch: Die Begleiter im kühlen Nass verfügen zusätzlich über ein wasserdichtes Staufach, in dem kleinere Wertgegenstände während des Schwimmens trocken aufbewahrt werden können.

Tipps zur Unfallprävention beim Schwimmen

  • Nie alleine schwimmen: Möglichst immer in Sichtweite anderer Personen bleiben
  • Schwimmboje mitnehmen: Vor allem bei längeren Schwimmstrecken
  • Schwimmwesten vs. Rettungswesten: Schwimmwesten dienen primär als Schwimmhilfen, Rettungswesten drehen bewusstlose Personen im Notfall in eine sichere Lage und halten den Kopf über Wasser. Darauf sollte man beim Kauf achten
  • Kreislauf schonen: Nach längeren Sonnenbädern langsam ins Wasser gehen und den Kopf durch eine Kopfbedeckung vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
  • Eigene Kräfte realistisch einschätzen: Warnsignale des Körpers ernst nehmen.
  • Achtung Rutschgefahr: Auf nassen Böden langsam gehen und rutschfeste Badeschuhe tragen
  • Kinder nie unbeaufsichtigt lassen: Sie können bereits in wenigen Sekunden und auch in flachem Wasser unbemerkt in eine lebensgefährliche Situation geraten

Bojen sind keine Schwimmhilfen

„Wer sich in offenen Gewässern weiter vom Ufer entfernt, sollte eine Schwimmboje mitführen. Wird man müde oder gerät man in eine Notsituation, kann die Boje zusätzlichen Auftrieb bieten, um sich festzuhalten und auf sich aufmerksam zu machen“, erklärt Martin Pfanner vom KFV, „Dennoch gilt: Schwimmbojen sind keine Schwimmhilfen oder Schutzausrüstung und eignen sich ausschließlich als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme für geübte Schwimmer.“

Wie eine Auswertung der Todesursachenstatistik durch das KFV zeigt, sind in Tirol zwischen 2015 und 2024 insgesamt 36 Menschen ertrunken. Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im und am Wasser leisten daher einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention.