Kitzbühel setzt auf Flutboxen: Schnelle Hilfe bei Überflutungen
Die Stadt Kitzbühel hat 10 Stück sogenannter Flutboxen angeschafft. Damit kann mit einfacher Handhabung eine lokale Überflutung im Privathaus bekämpft werden. Eine Flutbox kann bei Bedarf bei der Feuerwehr oder der Gemeindeeinsatzleitung angefordert werden.
Kitzbühel – Die Stadt Kitzbühel hat zehn sogenannte Flutboxen angeschafft. Mit ihrer einfachen Handhabung können lokale Überflutungen in Privathaushalten bekämpft werden. Eine Flutbox kann bei Bedarf bei der Feuerwehr oder der Gemeindeeinsatzleitung angefordert werden.
Ein Gewitter als Auslöser
Auslöser für die Anschaffung der Flutboxen war ein schweres Gewitter im vergangenen Sommer. Innerhalb weniger Stunden musste die Kitzbüheler Stadtfeuerwehr zu insgesamt 39 Einsätzen ausrücken. Neben der Bekämpfung diverser Sturmschäden mussten auch mehrere überflutete Kellerräume ausgepumpt werden.
„Wir können natürlich nicht überall gleichzeitig sein, auch wenn wir uns wie immer bestmöglich bemühen“, erklärt Feuerwehrkommandant Andreas Reisch. Um die Feuerwehr etwas zu entlasten, wurden jetzt zehn Flutboxen zum Preis von rund 300 Euro pro Stück angeschafft. Diese sind mit einem Wassersauger und einem 12,5 Meter langen Feuerwehrschlauch ausgestattet.
So funktioniert die Flutbox
„Die Boxen sind einfach zu handhaben und mit drei Handgriffen betriebsbereit“, so der Feuerwehrkommandant. Den Schlauch an den Sauger anschließen, die nur wenige Kilo schwere Box ins Wasser stellen, das mitgelieferte Kabel an den normalen Haushaltsstrom anschließen und einschalten – schon funktioniert das Gerät. Eine Schulung ist nicht erforderlich. Die Saugleistung beträgt dabei beachtliche drei Liter pro Sekunde.
„Die Flutbox kann entweder selbst bei der Feuerwehr abgeholt werden oder sie wird von der Feuerwehr oder der Gemeindeeinsatzleitung geliefert“, ergänzt Gemeinde-Einsatzkoordinator Stadtrat Alexander Gamper. Bürgermeister Klaus Winkler verweist zudem auf die Möglichkeit, die Boxen auch gegen eine Leihgebühr auszuleihen, wenn es sich nicht um einen Notfall handelt. Nach der Rückgabe wird das Gerät von der Feuerwehr gereinigt.