Papier-Wahl

Pfiffe nach Vergabe-Ärger, Schweizer wollten keine elektronische FIS-Wahl

In Belgrad ging es zur Sache - Papier-Wahl statt E-Voting.
© Screenshot/FIS-ski-com

Der FIS-Kongress in Belgrad löst schon zu Beginn Wirbel aus. Zunächst wurde die geplante Vergabe der WM nach Oberstdorf oder Planica nach einer langen Verzögerung überraschend verschoben, was im Saal zu Pfiffen, Ärger und Verwunderung gleichermaßen führte. Am Donnerstag forderte die Schweiz eine Papier-Wahl bei der Wahl des Präsidenten.

Die für Mittwochabend geplante Vergabe der WM nach Oberstdorf oder Planica auf dem FIS-Kongress in Belgrad war nach einer langen Verzögerung überraschend ausgefallen, im Saal war es daraufhin zu Pfiffen gekommen. Nick Fellows, Direktor von FIS TV, hatte am Abend einzig erklärt, der Rat habe „noch keine endgültige Entscheidung“ treffen können, diese werde bei der nächsten Sitzung fallen.

„Wir akzeptieren die Entscheidung, auch wenn sie bei uns auf großes Unverständnis stößt“, teilte der Deutsche Skiverband in einer Aussendung mit: „Aus unserer Sicht waren die Voraussetzungen für eine Vergabe gegeben. Deshalb fällt es schwer nachzuvollziehen, warum trotz überzeugender Konzepte und der notwendigen Planungssicherheit für alle Beteiligten heute keine Klarheit geschaffen wurde.“

Alle 75 stimmberechtigten Verbandsvertreter mussten zur Urne schreiten, anstatt elektronisch abzustimmen.
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Weniger diplomatisch äußerte sich gegenüber der Allgäuer Zeitung nach der geplatzten Vergabe der Nordischen Ski-WM 2031 der Vorsitzende des SC Oberstdorf – in der Kritik stand der umstrittene FIS-Präsident Johan Eliasch. „Als Sportler wollen wir natürlich gewinnen, können aber auch verlieren. Wenn wir aber zum Spielball von Machtkämpfen eines selbstherrlichen Präsidenten werden, dann ist das schwer zu akzeptieren.“

In der seit Donnerstagfrüh laufenden Wahl ging es gleich zu Beginn heiß her. Die 75 Delegierten (insgesamt 129 Stimmen) sollten ihre Wahl auf Antrag der Schweiz nicht elektronisch abgeben, sondern in einer Wahlurne auf Papier. Ein möglicher Hinweis auf das Misstrauen gegenüber dem System – auch die Eidgenossen wollen wie Deutschland und Österreich eine Wiederwahl des von Georgien aufgestellten Johan Eliasch verhindern.