Messerangriff im Namen des IS

Mitglied einer Terrorzelle: Österreicher droht in Saudi-Arabien die Todesstrafe

Die Kaaba innerhalb der Al-Haram-Moschee in Mekka, Saudi-Arabien. Vor der Moschee ging Hasan E. im März 2024 mit einem Messer auf mehrere Menschen los.
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Hasan E. (21) hatte im Namen der Terrormiliz IS im März 2024 in Mekka fünf Personen niedergestochen. Jetzt droht dem Österreicher in Saudi-Arabien die Hinrichtung.

Mehreren Medienberichten zufolge könnte in knapp zwei Wochen in Saudi-Arabien das Urteil gegen Hasan E. gefällt werden. Von ihm war zuletzt in einem aufsehenerregenden Prozess in Österreich bereits die Rede: Er wollte gemeinsam mit Arda K. und Beran A. zeitgleich in Mekka, Istanbul und Dubai Anschläge verüben, zog allerdings als einziger durch. Beran A. plante später einen Anschlag auf ein Konzert von Taylor Swift in Wien.

Thema beim Prozess in Wiener Neustadt

Die beiden jungen Männer wurden Ende Mai am Landesgericht Wiener Neustadt nicht rechtskräftig zu 15 bzw. 12 Jahren Haft verurteilt. Immer wieder war im Prozess die Rede von Hasan E. Er wurde von den beiden Angeklagten als treibende Kraft dargestellt, hätte Druck auf die beiden aufgebaut, Anschläge zu verüben.

Beran A. und Arda K. wurden in Wiener Neustadt bereits (nicht rechtskräftig) verurteilt. Sie sprachen im Prozess von Hasan E. als treibender Kraft hinter den geplanten Terroranschlägen.
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Schließlich reisten Beran A. nach Dubai und Arda K. nach Istanbul, wo sie in letzter Sekunde allerdings von ihren Anschlagsplänen absahen. Hasan E. allerdings kaufte sich auf einem Obst- und Gemüsemarkt in Mekka ein Messer und rammte die Klinge vor der Al-Harām-Moschee einem Wachmann in den Hals. Ehe er festgenommen werden konnte, stach er auf weitere vier Personen ein. Alle fünf Opfer überlebten.

Wenig gesichertes Wissen über Haftbedingungen

Seitdem sitzt er in Saudi-Arabien in Haft. Über die Haftbedingungen ist wenig bekannt. Die österreichische Botschaft in Riad stehe seit Bekanntwerden der Verhaftung mit ihm in Kontakt und leiste konsularische Unterstützung im Rahmen von Haftbesuchen, hieß es vor wenigen Wochen aus dem Außenministerium.

Hasan E. würde wohl lieber zurück nach Österreich. Auf ein Haftbesuchsformular vom 4. Mai 2026 Bezug nehmend, berichteten der Standard und Puls24 am Mittwoch, Hasan E. sitze mit gebrochener Hand und Zahnschmerzen mit 13 anderen Personen in einer Zelle ohne Betten oder Tageslicht.

Fünf Minuten pro Woche dürfe er in den Außenbereich des Gefängnisses, berichtete er den Diplomaten. Zur Urteilsverkündung, habe ihm der Richter mitgeteilt, soll es am 23. Juni 2026 kommen. Angeblich sei Hasan E. bereits zu mehreren Schadensersatzzahlungen in der Höhe von insgesamt 30.000 saudischer Riyal, umgerechnet rund 7000 Euro verurteilt worden.

Höchststrafe denkbar

In Saudi-Arabien droht Hasan E. die Todesstrafe. Im vergangenen Jahr richteten die saudischen Behörden 356 Menschen hin, die Mehrheit davon wegen Drogendelikten. Das war ein Höchstwert. Auch heuer wurden bereits mehr als zwei Dutzend Menschen hingerichtet. Darunter auch ausländische Staatsangehörige. (TT, APA)